Spitzenkoch Thomas Seifried über seine liebste Fisch-Adresse
Thomas Seifried aus dem »Mandarin Oriental, Vienna« erzählt, wo er abseits seiner Arbeitsstätte am liebsten essen geht und wo es richtig guten Fisch gibt.
Falstaff: Sie waren ja schon einmal in Wien, 2004 bis 2008, damals noch im »Le Ciel«. Wie hat sich die Stadt seither verändert?
Thomas Seifried Da hat sich wirklich viel getan! Wien ist viel internationaler geworden und es haben unglaublich viele neue Lokale aufgesperrt. Vielleicht ist nicht alles gut, aber sehr interessant! Es macht jedenfalls Spaß, wieder hier zu sein.
Wohin gehen Sie denn in Wien, wenn Sie mal nicht selbst Fisch kochen, sondern Fisch essen wollen?
Auch wenn ich gerade über die neuen Sachen geredet habe: Ganz klar ins »Le Salzgries«! Da kocht immer noch mehr oder weniger die ursprüngliche Mannschaft und es ist immer noch tipptopp – viel besser kann man es eigentlich nicht machen.
Was bestellen Sie da am liebsten?
Ich halte mich gern an die Tagesempfehlungen. Und sonst die Klassiker: die Meeresfrüchteplatte, der Shrimpscocktail, die Seezunge Müllerin – herrlich. Und sie haben auch sehr gute Gänselebergerichte.
Und wenn es etwas bodenständiger sein darf?
In den »Gmoakeller« auf ein Blunzengröstl. Der ist einer der verlässlichsten Orte für gute Wiener Küche. Und nachher in die Interconti-Bar. In dem Hotel haben meine Schwiegereltern 30 Jahre lang immer gewohnt, wenn sie in Wien waren und ich geh immer noch gern hin.
Es gibt wohl wenige Österreicher, die so viel von Fisch verstehen wie Thomas Seifried. Die vergangenen zwölf Jahre hat der gebürtige Kärntner für und mit Eric Ripert gearbeitet. Ripert ist berühmt für seine Fisch- und Meeresfrüchteküche, sein Drei-Sterne-Restaurant »Le Bernardin« in New York ist das wohl berühmteste Fischlokal der Welt. Seifried schmiss für ihn das »Blue by Eric Ripert« auf den Cayman Islands. Vergangenes Jahr kehrte er nach Österreich zurück. Hier kocht er nun im neuen »Mandarin Oriental« in Wien Fisch- und Meeresfrüchte.