Paprikahendl & Pale Ale: Wirtshaus mit Bierkultur im »Gasthof Bauböck«
Im oberösterreichischen Andorf bringt der traditionsreiche »Gasthof Bauböck« einen etwas anderen Wirtshausklassiker auf den Tisch. Biersommelier und Gastgeber Sebastian Voglmayr interpretiert das Paprikahendl neu – mit kreativer Küche, regionaler Braukunst und einer Prise Zeltfest-Gefühl.
Wie schmeckt eigentlich ein Zeltfest?
Mit dieser Frage beginnt im »Gasthof Bauböck« die Neuinterpretation eines Klassikers. Paprikahendl, ein Gericht mit tiefen Wurzeln in der österreichischen Wirtshauskultur, wird hier neu gedacht – inspiriert vom Zeltfest, aber zubereitet mit Präzision, Handwerk und Bierverstand.
Statt traditioneller Nockerl kommt im »Gasthof Bauböck« eine Erdäpfel-Langos auf den Teller – außen knusprig, innen weich. Dazu eine Paprikarahmsauce, angesetzt mit hausgemachtem Hendlfond und verfeinert mit einem würzigen Bier. Für das gewisse Extra sorgt eine Pfefferoni, die – wie es im Haus augenzwinkernd heißt – durch die »Panierstraße« gezogen wird.
Bierregion Innviertel: Heimat der Vielfalt
Österreich ist berühmt für seine Bierkultur. Besonders das Innviertel in Oberösterreich ist nicht nur bekannt für seine sanften Hügel und engen Dorfgemeinschaften – es ist vor allem Bierland. Nirgendwo sonst in Österreich gibt es so viele kleine Brauereien auf engem Raum. Genau hier liegt auch Andorf, Heimat des »Gasthof Bauböck« seit 1860.
Sebastian Voglmayr, Biersommelier aus Überzeugung, ist Gastgeber des Familienbetriebs in fünfter Generation. Seine Mutter Heidi, ebenfalls Biersommelier, bringt es auf den Punkt:
Man erreicht über Bier sehr viele Menschen. Die Aufgabe eines Biersommeliers ist es die Geselligkeit aufrechtzuerhalten.
Heidi Voglmayr
Diese Haltung lebt die Familie nicht nur am Stammtisch, sondern auch auf dem Teller. Das neu interpretierte Paprikahendl wird begleitet von einem India Pale Ale aus der »Brauerei Ried« begleitet – hopfenbetont, frisch und perfekt zum würzigen Gericht. Wer lieber alkoholfrei genießt, bekommt einen hausgemachten Erdbeer-Shrub mit Soda und Zitronenzeste – süß-sauer, erfrischend und ebenso passend zum Gericht mit Volksfestcharakter.
165 Jahre Wirtshaus – und kein bisschen müde
Seit 1860 ist der »Gasthof Bauböck« in Familienbesitz. Damals wie heute ist der Gasthof mehr als nur eine Einkehr: Er ist Treffpunkt, Institution und Ort für ehrliche Küche mit Substanz. Und das spürt man – von der mit Holz verkleideten Stube über die wechselnde Speisekarte bis zur kleinen, feinen Bierauswahl. »Ein gutes Wirtshaus ist ein Ort, an dem man die Zeit vergessen kann«, meint Sebastian Voglmayr. Zwischen Erdäpfel-Langos, Rahmsauce und Pale Ale gelingt das ganz leicht.
Im Wirtshaus die Zeit vergessen
Mit diesem kreativen Paprikahendl beweist der »Gasthof Bauböck«, dass regionale Wirtshausküche lebendig bleibt – wenn man sie mutig weiterdenkt. Bier ist dabei mehr als nur Begleitung – es ist Inspiration, Bindeglied und Aromenpartner. Und damit passt das Gericht perfekt in eine Region, in der Bierbrauen noch Handwerk ist – und Wirtshausbesuche echte Erlebnisse.
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