Restaurant der Woche: »Silberstreif«
Ein Menü wie eine Hommage an den Harz: Eric Jadischke bringt die Aromen der Region mit beeindruckender Präzision auf den Teller. Vom geräucherten Huchen bis zur mit Wald-Shoyu veredelten Burrata – hier treffen Tradition und Innovation aufeinander.
Wie schmeckt der Harz? Diese Frage beantwortet Eric Jadischke mit einer Menüfolge, die sich ganz der Region und den Jahreszeiten verschreibt. Der 1992 geborene Küchenchef bringt eine Köstlichkeit nach der anderen auf die feinen Teller aus der Meissner Porzellanmanufaktur. Passend dazu schaffen die stilvollen Gasträume eine stimmige Atmosphäre – akzentuiert durch einen modernen Kronleuchter aus Meissner Porzellan im Eingangsbereich und großformatige Wandbilder des Barockmalers Johann Elias Ridinger.
Das Menü beginnt mit einem »Abendbrot«: wunderbar knuspriges Sauerteigbrot mit Kräuterkruste, begleitet von dreierlei Butter, kunstvoll in Tannenbaumform arrangiert und auf einem Moosbett serviert – ein großartiger Auftakt. Ein weiteres Highlight setzt der geräucherte Huchen, angerichtet auf einer pikanten Gewürzgurke, übergossen mit einem Sud aus Buttermilch und gekrönt von feinem Jessener Kaviar. Die mit Wald-Shoyu marinierte Brandenburger Burrata, durchzogen von feinen Laub- und Holznoten, fängt den Duft der umliegenden Wälder ein und harmoniert perfekt mit dem aromatischen Gemüsesüppchen aus eingekochter Tomate und Paprika.
Der nächste Höhepunkt: die mit Entenconfit gefüllte Entenpraline, die in kräftiger Jus und fermentiertem Rotkraut einen unvergesslichen Geschmacksmoment bietet. Ein Glanzstück des Menüs ist das geschmorte Kalbsherz: verfeinert durch Späne vom getrockneten Rehherz für eine subtile Salzigkeit und eine rauchige Note durch Holzkohleöl – ein wahrhaft meisterhaftes Gericht. Eine stimmige Weinbegleitung und der zuvorkommende Service machen den Abend zu einem besonderen Erlebnis.
06536 Südharz
Deutschland
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