Spargel-Studie: Verliert das Stangengemüse an Beliebtheit?
Spargel ist zurück auf dem Markt – aber nicht automatisch auf jedem Teller. Besonders die Generation Z greift deutlich seltener zum Frühlingsklassiker. Was das über veränderte Essgewohnheiten und Prioritäten verrät, zeigt ein genauer Blick auf die Zahlen.
Spargel gehört seit Jahrzehnten zuverlässig zu den saisonalen Klassikern der deutschen Küche. Ob weiß oder grün, frisch vom Feld oder aus dem Supermarkt: Kein anderes Gemüse ist kulinarisch so eng mit dem Frühling verbunden wie das Stangengemüse. Doch diese Tradition wird nicht mehr von allen Generationen gleichermaßen getragen.
Laut aktuellen Daten des Markt- und Meinungsforschungsinstituts »YouGov« ist die Käuferreichweite 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken – um zwei Prozentpunkte auf 46 Prozent. Das bedeutet: Etwas weniger als die Hälfte der potenziellen Käufer:innen hat tatsächlich Spargel gekauft. Ein Rückgang, der zwar moderat ausfällt, aber auf eine Entwicklung hinweisen könnte.
Besonders deutlich wird der Unterschied zwischen den Altersgruppen. In Haushalten der älteren Generationen wird Spargel weiterhin regelmäßig konsumiert. Bei den vor 1952 Geborenen liegt die Käuferreichweite bei gut zwei Dritteln. In der Generation Z hingegen ist es nur rund ein Fünftel der Haushalte, die das Stangengemüse überhaupt kaufen. Wenn Spargel gewählt wird, dann häufiger die grüne Variante, die als unkomplizierter in der Zubereitung gilt.
Diese Unterschiede spiegeln sich auch in der allgemeinen Einstellung wider. Die aktuelle Umfrage zeigt: Insgesamt mögen rund 77 Prozent der Deutschen Spargel in jeglicher Form. Gleichzeitig geben 37 Prozent an, in dieser Saison eher nicht oder gar keinen Spargel kaufen zu wollen.
Warum sinkt der Spargelkonsum leicht?
Die Gründe dafür sind vielfältig und lassen sich nicht auf einen einzelnen Faktor reduzieren. Preisentwicklungen spielen ebenso eine Rolle wie veränderte Einkaufsgewohnheiten. Je nach Qualität liegt der Kilopreis aktuell zwischen 9 und 20 Euro. Gerade in Zeiten steigender Lebensmittelkosten wird stärker abgewogen, welche Produkte saisonal oder regelmäßig im Warenkorb landen.
Hinzu kommt eine veränderte Alltagslogik beim Kochen. Während Spargel früher stärker mit festen saisonalen Essensritualen verbunden war, ist der Lebensmittelkonsum heute flexibler und internationaler geprägt. Klassische Saisonprodukte konkurrieren mit einer größeren Vielfalt an Alternativen. Faktoren, die sich negativ auf den Spargelkonsum ausprägen. Und trotz sinkender Zahlen ist das Stangengemüse im Frühling einfach nicht wegzudenken.