Tipps für Erdbeeren: So bleiben die Früchte länger frisch
Wie empfindlich sind Erdbeeren tatsächlich? Welche Kriterien spielen beim Kauf eine Rolle – und ist es sinnvoll, die Früchte zu waschen oder schadet das ihrer Haltbarkeit eher?
Erdbeeren gelten als der Frühsommerbote schlechthin, ihre Frische und ihre unverkennbare Süße – abgerundet durch den charakteristischen Rotton – all das »schreit« geradezu nach Sommer. Sobald die Temperaturen beständig steigen, öffnen auch die Erdbeerfelder ihre Tore und laden Erdbeer-Fans zum Pflücken ein.
Egal, ob man die Früchte im Supermarkt oder bei einem Streifzug im Erdbeerfeld mit nach Hause bringt – die Enttäuschung ist groß, wenn sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr so frisch sind oder sogar zu schimmeln beginnen, umso größer. In der Tat gibt es einige Hacks, die dabei helfen können, die böse Überraschung zu vermeiden – Falstaff hat sich umgesehen und einige Tricks rund um die Beeren gesammelt.
Genau hinsehen
Vor dem Kauf der Beeren sollten sie besonders gut inspiziert werden. Natürlich kann es passieren, dass man eine Druckstelle und somit einen potenziellen »Herd« für Schimmel oder vielleicht sogar schon eine »kaputte« Beere übersieht, trotzdem sollten sie nach Möglichkeit besonders gut unter die Lupe genommen werden, um späteren Ärger zu vermeiden.
Sensible Früchtchen
Man kann es nicht anders ausdrücken: Erdbeeren sind empfindliche Früchte. Das kommt in erster Linie durch ihren höheren Zucker und Wasseranteil – schon bei einem leichten Stoß oder einer kleinen Druckstelle werden sie matschig. Die Folge? Bakterien lieben solche »Schönheitsfehler« und lassen die sonst so köstlichen Beeren schneller verderben.
Waschen verboten?
Waschen oder nicht waschen – diese Frage sorgt bei Erdbeeren regelmäßig für Diskussionen. Grundsätzlich gilt: Wie bei den meisten Obstsorten sollten auch Erdbeeren vor dem Verzehr gewaschen werden. Allerdings ist dabei Vorsicht geboten, denn ein starker Wasserstrahl kann die empfindlichen Früchte leicht beschädigen. Schonender ist es, sie kurz in eine Schüssel mit kaltem Wasser zu legen und anschließend in einem Sieb abtropfen zu lassen. Ein zusätzlicher Tipp: Stiel und Kelchblätter sollten erst nach dem Waschen entfernt werden, da die Früchte sonst Wasser aufnehmen und schneller an Aroma verlieren.
Die richtige Reinigung
Wer auf Nummer sichergehen möchte, kann beim »Putzen« der Beeren noch einen Schritt weitergehen. Um die Früchte länger frisch zu halten und Schimmelbildung vorzubeugen, empfiehlt sich eine Behandlung mit einer Lösung aus einem Drittel Essig und zwei Dritteln Wasser. Die Erdbeeren sollten etwa eine Minute darin liegen, anschließend gründlich mit klarem Wasser abgespült, vorsichtig abgetrocknet und danach im Kühlschrank gelagert werden. Durch diese Methode werden Keime und Pilzsporen weitgehend entfernt, was die Haltbarkeit deutlich verbessert.
Eine Frage der Lagerung
Wenn sie sicher nach Hause transportiert und »fachmännisch« gereinigt wurden, bleibt nur mehr die Frage: Wie lagert man die Früchte? Nun ja – prinzipiell bleiben Erdbeeren länger frisch, wenn sie kühl und luftig gelagert werden. Daher bietet sich das Gemüsefach im Kühlschrank ideal dafür an, aber Vorsicht: Wenn es sich vermeiden lässt, sollten die Beeren nicht in einem Tupperware-Behälter gelagert werden. Am besten lagert man die Beeren auf einem Teller mit Küchenpapier im Kühlschrank. Selbstverständlich lassen sie sich auch einfrieren, dadurch werden sie aber oft matschig und eignen sich nach dem Auftauen oft nur noch für Smoothies, Saucen oder als Marmelade.