Tipps und Tricks für gegrilltes Gemüse
Gemüse grillen ist so etwas wie die Königsdisziplin am Rost. So wird das Grünzeug auch für Fleischtiger richtig unwiderstehlich!
Umami Rules
Vorsicht! Wer sein gegrilltes Gemüse mit Fischsauce, Miso oder auch bloß mit Parmesan würzt, läuft akut Gefahr, zu wenig vorbereitet zu haben. Die Kombination aus Umami und gegrilltem Gemüse ist nämlich hochgradig süchtigmachend. Besonders gefinkelt: umamihaltige Würzpasten wie Gochujang. Die koreanische Miso-Chili-Paste ist noch dazu scharf, knofelig und süß – komplett unwiderstehlich, wenn angekokelt!
Sauer macht köstlich
Generell profitieren gegrillte Veggies von einem säuerlichen Gegenpol in der Würzung. Erstklassiger Essig, Verjus oder, natürlich, frisch gepresste Zitrussäfte sind logische Partner. Aber auch mit Rhabarber, Waldsauerklee oder Sauerampfer lassen sich überraschend köstliche Kombinationen erzielen.
Kurz & knackig
Manche Gemüse profitieren von kurzem scharfem Kontakt mit den Flammen. Bestes Beispiel: Spargel – muss unbedingt knackig bleiben. Aber auch Zuckerschoten, Kohlblätter, Brokkoli, Salatherzen oder Chicorée werden am Grill nur kurz und heftig behandelt.
Haut = Kohle
Keine Angst vor verkohltem Gemüse! Während verkohltes Fleisch oder Brot aus gesundheitlichen Gründen vermieden werden sollte, ist es bei Gemüse in der Regel unbedenklich – aber extrem gut für den Geschmack. Speziell, weil die verkohlte Haut vor dem Essen entfernt werden kann. Das ist das Prionzip von Baba Ganoush, dem herrlichen Melanzanigatsch des Orients, der so köstlich rauchig schmeckt. Aber auch von gegrillten Frühlingszwiebeln oder Lauch, von gegrillten Tomaten (halten richtig viel Hitze aus!) oder Knoblauch.