VKÖ Präsident Mike P. Pansi und Viktoria Stranzinger
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VKÖ: Innviertler TV-Köchin wird erste Obfrau der Sektion Oberösterreich
Mit Viktoria Stranzinger leitet nach mehr als 120 Jahren erstmals eine Frau »Die Köche Oberösterreichs«. Sie bringt einen neuen, zu mehr als 50 Prozent weiblichen Vorstand, einen angepassten Namen und engagierte Ziele für die Zukunft des Vereins mit.
von Alexandra Embacher
07. April 2023
Ein Meilenstein für die Gleichstellung der Geschlechter in der österreichischen Gastronomie – so bezeichnet der Verband der Köche Österreichs (VKÖ) die Ernennung von Viktoria Stranzinger als Obfrau der Sektion Oberösterreich. Jedenfalls war es ein Schritt, der gut 121 Jahre in der Vereinsgeschichte brauchte, jetzt aber einstimmig gemacht wurde. Vom Zuschauen hatte Stranzinger ohnehin genug, wie sie sagt: »Ich will etwas verändern – und vor allem mitreden.« Dass das mit harter Arbeit verbunden ist, ist ihr klar, die sie auch gerne macht, »um sicherzustellen, dass die Sektion weiterhin eine wichtige Rolle in der österreichischen Gastronomie spielt.« Neu im Verein ist Stranzinger übrigens nicht, seit rund 10 Jahren engagiert sie sich darin. Vier Jahre lang stand bereits fest, dass sie die Führungsfunktion step-by-step von Gerhard Kranawendtner übernehmen soll, zunächst als dessen Vertreterin. Angefangen hat sie in Oberösterreich als Frauen- und Jugendbeauftragte.

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Frauen in der Branche, Frauen im Verein
Weiterhin steht ganz oben auf der Agenda des Vereins, die Mitglieder dabei zu unterstützen, ihr Handwerk zu verbessern und zu fördern. Apropos Handwerk: Auch dass verschiedene Fachrichtungen im Vorstand vertreten sind, war der Inhaberin der Kochschule »Cook up Kitchen« ein Anliegen. »Wir sind breit gefächert, um auch gemeinsam Projekte umsetzen zu können«, beschreibt Stranzinger. Und noch etwas sticht ins Auge: Mehr Frauen als Männer geben den Ton in der Führungsriege an, der Verein wurde von »Die Köche Oberösterreichs« auf »Die Köche*innen Oberösterreichs« umbenannt. Aus einem einfachen Grund: »Wir sind auch Köchinnen und nicht nur Köche.« Die weibliche Berufsbezeichnung soll nach ihr wieder mehr Wertschätzung bekommen, die aktuell nicht gegeben sei. »Man soll sich nicht schämen müssen, sich als Köchin zu bezeichnen«, betont sie. Mit dem 5-zu-3-Geschechteranteil im Vorstand macht man weibliche Fachkräfte zudem sichtbar:
- Obfrau: Viktoria Stranzinger
- 1. Obfrau-Stellvertreter: Georg Kocmann
- 2. Obfrau-Stellvertreter und Kassier: Heinz Pinaucic
- Schriftführerin und Gemeinschaftsverpflegung: Sabine Künzlberger
- Frauenbeauftragte: Miriam Neumüller
- Jugendarbeit: Tom Weber
- Pâtisserie und Konditor:innen: Stefanie Greiner
- Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und Regionalität: Monika Sohneg
Und was sagt eigentlich der VKÖ dazu? »Wir sind sehr stolz darauf, Küchenmeisterin Viktoria Stranzinger als neue Obfrau der Sektion Oberösterreich im VKÖ zu haben«, zeigt sich Mike P. Pansi, Präsident des Verbandes der Köche Österreichs, begeistert und streut ihr Rosen: »Sie ist eine fähige und engagierte Köchin und ich bin zuversichtlich, dass sie die Sektion in eine erfolgreiche Zukunft führen wird.« Nicht zuletzt hofft man beim VKÖ auch, dass diese Ernennung dazu beitragen wird, die Branche für Frauen attraktiver zu machen und mehr von ihnen zu ermutigen, Führungspositionen in der Gastronomie anzustreben und auch im Verband mitzuwirken.
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