Von »Near Water« und Vitaminen: Das sind die drei 2025er »Vöslauer«-Neuheiten.
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Blumen, Selen, Einhörner: 6 Wasser-Trends und wie »Vöslauer« auf sie reagiert
Wie in der Mode kann man von der »Frühjahrsschau« sprechen, wenn der Marktführer am österreichischen Mineralwassermarkt seine Neuheiten für 2025 vorstellt. Doch man folgt nicht allen Konsumenten-Begehrlichkeiten.
von Roland Graf
17. März 2025
Die Verkostung der Neuheiten am Abfüllort südlich von Wien verband »Vöslauer« gleich mit einem Einblick in die Produktion der Durstlöscher. Denn alle Produkte des Unternehmens gehen auf das Wasser aus den sieben Quellen zurück, deren erste sich im Thermalbad von Bad Vöslau befindet. »Mit 660 Metern stellt unsere Tiefenbohrung einer der tiefsten Quellen Europas dar«, erläutert dazu Geschäftsführer Herbert Schlossnikl. Je nach Sorte wird dieser flüssige Schatz einfach abgefüllt (»Vöslauer ohne«), karbonisiert oder mit natürlichen Aromen (für die Produktlinien »Flavours« und »Juicy«) versetzt.
Prickelnd! 120.000 Flaschen/Stunde
Nur ein Produkt in Lohnfüllung durchbricht die Riege der eigenen Mineralwässer: »Beim Almdudlers Zwei-Liter-Flaschen füllen wir in einer Stunde 20.000 Flaschen pro Maschine«, gibt Schlossnikl einen Einblick in die Kapazität. Bei der schnellstmöglichen Füllung liegt der Gesamt-Output der vier Anlagen bei stattlichen 120.000 Flaschen in der Stunde. So kommen auch die rund 310 Mio. Liter Jahresausstoß zusammen, an denen die aromatisierten »Near Water«-Erzeugnisse bald 30% ausmachen. Neben dem Exportgeschäft (20% der Produktion) stellen die »Near Water« auch das Wachstumssegment dar: »Seit 2023 sind wir auch da Marktführer, worauf wir ziemlich stolz sind«, sagt dazu Marketingleiterin Yvonne Haider-Lenz.
Anspielend auf den Slogan »Den Durst der Zeit löschen«, leitete sie die Übersicht der Trends ein, die den Wassermarkt 2025 prägen: »Wer den Durst der Zeit löschen will, muss ihn ja zuerst einmal kennen«. Dazu erstellte das firmeninterne Research-Team um Innovation-Managerin Andrea Scheiblehner eine Übersicht, welche Erfrischungsgetränke Konsumenten aktuell besonders ansprechend finden.

Sechs Trends: So trinkt man 2025
SOUL DRINKS: Gerade in überfordernden Zeiten schafft die Nostalgie nach der »guten alten Zeit« Wohlbefinden. »Das hat Trost- und Belohnungscharakter« – mitunter auch trotz »böser« Inhaltsstoff wie Zucker (Motto: »Das gönn ich mir!«)
BETTER FOR ME: Weiter positiv sieht die Entwicklung für alle Produkte mit einem (gesundheitlichem) Mehrwert aus.
FUN TASTY: Weltweit gibt es einen starken Anstieg von »experimentellen« Geschmacksrichtungen, zu denen es kein Vorbild gibt. Phantasienamen wie »Galaxy«, »Unicorn« oder »Rainbow« bedienen mehr ein Gefühl.
SCHLUCK ZUM GLÜCK: Zum zweiten Getränke-Trend passt auch die Entwicklung, dass das »Geschäft mit dem Glück« auch im Getränkeregal ankommt.
WENIGER IST WAHR: Lange Packungstexte suggerieren zunehmend zu viel und unerwünschte Inhaltsstoff. Stattdessen punktet Transparenz in Zeiten von »Green Washing«.
FLOWER POWER: Florale Geschmacksrichtungen sprechen Emotionen an. Vor allem aber bringen sie neue Kombinationen und sprechen neue Zielgruppen an.

Keine Einhörner aus der Heilquelle
Doch nicht jede Idee wird auch ein Produkt. Scheiblehner: »Die Marke Vöslauer wirkt wie ein Filter: Was passt zu uns«? So erteilte man etwa den Phantasie-Geschmäckern eine Absage. »Vöslauer Galaxy« gibt es also nicht, dafür aber »Gartenminze-Grapefruit«, das Biotin und Selen aufweist. »Getränke mit funktionalem Mehrwert wachsen nach Umsatz rund sechs Mal stärker als das restliche Near Water-Segment«, sehen auch die NielsenIQ-Daten hier viel Potential. Womit auch der Neuzugang der »Balance Juicy«-Reihe den Zusatz »Plus« am Flaschenetikett trägt. »Marille-Kamille« bringt zusätzlich Magnesium und Vitamin B6 mit. Und ist der erklärte Liebling des Entwickler-Teams in Bad Vöslau.
Als dritte Neuheit soll heuer »Vöslauer Flavours Ananas« für Umsatz in der Impuls-Gastronomie sorgen. Konzipiert ist die exotische Geschmacksrichtung als Durstlöscher für den Sommer – ganz ohne Kalorien, Zucker und Konservierungsstoffe in der Ein-Liter-Flasche. Bäckereien, Street Food-Anbieter (Würstelstände) und Caterer dürfen sich auf diese Abfüllung freuen. Und eine weitere gute Nachricht gibt es für alle Gastronomen: Die als Soda-Alternative eingeführte Variante »Superprickelnd« entwickelt sich »nach anfänglich verhaltenem Start sehr gut am Markt«, so GF Herbert Schlossnikl. Es bleibt spritzig!
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