Der neue Wodka von »Absolut« wird mit einer natürlichen Essenz aus fermentierter und gereifter roter Chili-Paste veredelt, bleibt aber eine klare Spirituose.
© Roland Graf
Scharfe Sache! Wird die »Bloody Mary« heuer zum Sommer-Drink?
Irgendwann ist Schluss mit fruchtig! Die Kreativ-Ideen der Wiener Barcommunity rund um den neuen Wodka mit Tabasco könnten Schule machen – neben der »Spicy Margarita« erlebt auch ein alter Kater-Drink ein »heißes« Revival.
von Roland Graf
26. Mai 2026
Anstatt einer simplen Präsentation einer Getränkeneuheit, ging der schwedische Wodka »Absolut« einen anderen Weg bei seiner überraschenden Sonderedition »Tabasco«. Im angesagten Wiener »Bistro Fantasy« wurden rund um den scharfen Neuzugang im Portfolio von Pernod-Ricard gleich Kreativideen geboren. Sie alle drehten sich um die Schärfe und (Essig)Säure des amerikanischen Saucen-Klassikers der Familie McIlhenny aus Louisiana.
Wodka mit Tabasco-Schärfe
Die Neuheit wird mit einer natürlichen Essenz aus fermentierter und gereifter roter Chili-Paste veredelt, bleibt aber eine klare Spirituose. »Die Nachfrage nach intensiven, würzigen Geschmacksrichtungen wächst – insbesondere in der urbanen Barszene«, so Marketing Directrice Miljana Bauduin. Daher kam nicht nur die »Spicy Margarita« ins Glas, die sich einfach mit »Absolut Tabasco« und Grapefruit-Limo mixen lässt. Im Zuge eines prominent besetzten Bartender-Wettbewerbs wurden neue Interpretationen des wohl bekanntesten Chili-Drinks gesucht – der »Blood Mary«.
Sie erwies sich nicht nur als Wachmacher, sondern wurde als moderner Sommerdrink für die Jury (u. a. PROFI-Chefredakteur Roland Graf) gemixt. Dass sich Kräuter bestens mit der Schärfe verstehen, bewiesen dabei Martin Moriggl (»The Mitz«) und Tim Dalipi (»Luster«). Koriander oder Kreuzkümmel machen natürlich ebenso gut Figur wie Paprika, der bei Lucas Werle und Dominik Möller (»Truth & Dare«) schon als Garnitur unübersehbar war. Ihr »Guildo Horn-y« spielte auf den Schlagerbarden ebenso an wie die aphrodisierende Wirkung von Chili. Der Trick war aber, den Potenzbringer nicht zu potent im Geschmack ausfallen zu lassen! »Wir haben dafür mit Gurkenwasser gearbeitete«, so Werle.
Leichter und nicht tomatig
Damit wird der Drink kühler und auch »verlängert«. Und genau damit ist die »Bloody Mary« auch extrem sommertauglich. Denn der Geschmack hatte immer erfrischende Noten (Sellerie, Salz) aufzuweisen. Nun erhält aber auch der bislang breiig-stückige Tomatensaft eine leichtfüßigere Textur. Es ist ein technischer Kniff, mit dem man schon alle Cocktails in die Gegenwart geholt hat, die auf Creme de Coco angewiesen waren – allen voran die »Piña Colada«, aber auch Charles Schumanns Kreation »Swimming Pool«. Statt Kokoswasser wie im Falle der tropischen Drinks wurde aber neben Gurkenwasser auch zu Früchten gegriffen.
»Wir haben die letzten Monate gefühlt nur »Porn Star Martinis« gemixt«, begründen Johanna Frey (»Krawall«) und Aylin Stadlwieser (»Café Kandl«) ihren Beitrag zur Competition. Quasi als Rache an der Einfallslosigkeit des Publikums wurde nun eine verschärfte Version des Passionsfrucht-lastigen Rezepts kreiert. Und die holte sich einhellig den Sieg. Süße der Passionsfrucht, mildert den Chili des Wodkas, die Säure passt wiederum zum fermentierten Tabasco. Und am Ende profitiert auch das – oft viel zu süß servierte – Original. Diese Sommer könnte also scharf werden!
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