Franz-Josef Gritsch
© Gregor Semrad
Das Weingut FJ Gritsch kündigt den Ausstieg aus der »Vinea Wachau« an
Der Wachauer Spitzenwinzer setzt in Zukunft ausschließlich auf das DAC-Klassifizierungssystem.
von redaktion
29. November 2023
Seit den Anfängen der »Vinea Wachau« in den 1980er Jahren war die Weinbaufamilie Gritsch Teil des Gebietschutzverbandes und zählt auch zu seinen renommiertesten Mitgliedern. Doch damit ist ab sofort Schluss. Wie Franz-Josef Gritsch jetzt bekanntgegeben hat wird das Weingut FJ Gritsch vom Jahrgang 2023 an seine Weine nicht mehr in den Kategorien wie »Federspiel« und »Smaragd«, sondern ausschließlich gemäß der DAC-Herkunftspyramide klassifizieren lassen.
»Das germanische System – und somit auch jenes der ›Vinea Wachau‹ – das jeweils einen Mindestalkoholgehalt je Qualitätskategorie fordert, war sinnvoll in Zeiten, als wir noch um entsprechende Reife bangen mussten. Doch nun fühlen wir von Jahr zu Jahr mehr, dass diese Kategorisierung dem Klimawandel nicht standhält. Ich halte sie für nicht mehr zeitgemäß«, begründet Gritsch seine Entscheidung. »Eine Alkoholklassifizierung sagt nichts über die Weinqualität aus.«
Die weiteren Hintergründe zum Abschied das Weinguts FJ Gritsch von der »Vinea Wachau« erläutert Falstaff-Wein-Chefredakteur Peter Moser HIER.
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