Simon Rogan
© Helge Kirchberger Photography
Simon Rogan: Dieses Menü serviert der 3-Sterne-Koch im »Ikarus« im Hangar-7
Der britische Spitzenkoch ist einer der Pioniere der »Farm-to-Table«-Bewegung und setzt auf hyperlokale und saisonale Zutaten.
von Alexander Schöpf
06. November 2023
Der Zusammenhang zwischen Essen und Natur hat Simon Rogan schon immer fasziniert: In seinem Restaurant »L’Enclume«, das seit 2022 bereits von drei »Michelin«-Sternen geziert wird, hat er seine außergewöhnliche gastronomische Vision zum Leben erweckt. Im November kommen die Gäste des »Ikarus« im Hangar-7 in den Genuss der Kochkünste des Briten. Unter anderem wird er Bretonischen Hummer, Atlantik Steinbutt, Gillerdeau Auster und Burgaud Ente servieren.

Simon Rogan gilt als einer der Pioniere der »Farm-to-Table«-Bewegung und kombiniert Produkte aus der Landwirtschaft und aus der Natur auf kreative Art und Weise. Um das »L’Enclume« sowie seine gesamte Restaurantgruppe mit hochwertigem Gemüse, Obst und Kräutern aus nachhaltigem Anbau zu versorgen, betreibt der 56-Jährige eine eigene Landwirtschaft: »Our Farm« soll die Zusammenhänge zwischen Nahrungsmitteln, ihrer Entstehung und der Umwelt verdeutlichen und die Verbindung zwischen Küche und Anbau fördern. Die Erzeugnisse decken laut Rogan den Großteil von »L’Enclumes« Bedarf ab.
Was hier nicht produziert werden kann, kommt von regionalen Lieferanten oder direkt aus der Natur. »Zutaten im Wechsel der Jahreszeiten inspirieren mich bei der Entwicklung meiner Menüs und garantieren ein wirklich nachvollziehbares kulinarisches Erlebnis, das meine ‚Farm-to-Table‘-Philosophie widerspiegelt«, erklärt der 3-Sterne-Kochs , der sich auf hyperlokale und saisonale Zutaten konzentriert.
Kochen statt kicken
Als Kind kam Simon Rogan schon früh mit ausgefallenen Lebensmitteln in Berührung. Sein Vater, der auf einem Obst- und Gemüsemarkt arbeitete, brachte jeden Tag exotische Spezialitäten mit nach Hause, und obwohl der Junge sich nicht sonderlich für neue Geschmacksrichtungen begeisterte, war doch sein Interesse für Zutaten und saisonale Produkte geweckt. Kurzzeitig spielte er mit dem Gedanken, eine Karriere als Fußballer einzuschlagen, entschied sich dann aber doch für eine solide Ausbildung an einer Hotelfachschule. Nachdem er in die Luxushotellerie eingestiegen war, entwickelte der junge Koch eine Leidenschaft dafür, die Wälder und Wiesen seiner Umgebung auf der Suche nach Pilzen und Kräutern zu durchstöbern. Im Laufe der Jahre sammelte er Erfahrung und Inspiration in verschiedenen Spitzenrestaurants in England und Paris, bevor er 2002 seinen ersten eigenen Betrieb, »L’Enclume«, im englischen Dorf Cartmel eröffnete.
Heute besitzt Simon Rogan neun Restaurants auf der ganzen Welt. Sein Aushängeschild »L’Enclume« ist derzeit mit drei »Michelin«-Sternen, dem ersten Platz im »Good Food Guide« und fünf »AA-Rosetten« ausgezeichnet. Rogan wurde 2017 von der Automobile Association (AA) zum Koch des Jahres gewählt und ist derzeit Vizepräsident des britischen »Bocuse d’Or«-Teams. Zwei seiner Restaurants – »L’Enclume« und »Roganic Hong Kong« – wurden 2021 mit dem neu eingeführten »Michelin Green Star« für ihre Nachhaltigkeitsbemühungen ausgezeichnet.
Übrigens: Wie das Menü schmeckt, hat Ilse Fischer für Falstaff Österreich getestet!
Lesenswert
Paul Ivić (2.v.r.) war bereits zu Gast beim Gartensommer von »ARCHE NOAH« in Langenlois, nun hat er den offenen Brief an die EU unterzeichnet.
© Bernd Kajtna (ARCHE NOAH), Alwin Jurtschitsch
»Zukunft des Geschmacks in Gefahr«: 122 Spitzenköche kritisieren EU-Saatgutgesetz
Kurz vor dem Ende der Verhandlungen zum neuen EU-Saatgutrecht wächst der Widerstand aus der Gastronomie. 122 Küchenchefs und Gastronomen aus 19 Ländern warnen vor negativen Folgen für Vielfalt, Geschmack und Ernährungssicherheit.
Thomas Bühner möchte zu seinen westfälischen Wurzeln zurückkehren – und sucht bereits Personal für sein neues Restaurant.
© Sabine Meier
Nach Hamburg-Rückschlag: Spitzenkoch Thomas Bühner startet neues Gastroprojekt
Noch sind viele Details offen. Fest steht jedoch: Spitzenkoch Thomas Bühner arbeitet an einem neuen Restaurantprojekt im Münsterland und sucht bereits Führungskräfte für Küche und Service. Was bisher bekannt ist.
Winzige Weißfische, mit Gewürzen knusprig gebraten: Damit können Sie Ihre Gäste im Sommer überraschen!
© NICO SCHINCO
Streetfood aus der Karibik: Rawlston Williams’ Tri Tri Fritters
Karibische Küche lebt von Gewürzen, Texturen und mutigen Aromen. Rawlston Williams bringt mit seinen Tri Tri Fritters ein Stück Saint Vincent auf den Teller. Ihre Gäste werden das Gericht lieben, vor allem im Sommer!
So bunt wie die Karibik sind auch die Rezepte in Rawlston Williams »Caribbean Cookbook«.
© Phaidon Verlag, canva.com
Buch der Karibik: Rawlston Williams exotisches Koch-Kompendium
Am Image kann es nicht liegen! Und doch erfuhr die Karibik als eine der wenigen Weltgegenden kaum Beachtung als Kücheninspiration. Der New Yorker Chef Rawlston Williams ändert das. Bunte Rezepte, die ideal für den Sommer sind und die er in 28 Inselnationen sammelte.
Tausende Besucher strömten in den kleinen oberfränkischen Ort Wirsberg.
© Jesper Hilbig
Genuss und Wissen: »ZU TISCH!« zeigt, wie Foodfestivals heute funktionieren
Über 80 Manufakturen und Köche sowie mehr als 50 Workshops, Tastings und Talks: Das Festival »ZU TISCH!« erzeugt Aufmerksamkeit weit über die Grenzen Frankens hinaus – und hat sich längst vom Genuss-Event zur Plattform entwickelt.
TVB Paznaun-Ischgl
© Von Juli bis Oktober 2026 verwandeln sich neun ausgewählte Hütten und Almen im Paznaun in besondere Genussstationen.
Gipfel der Genüsse: Gourmetköche warten im Paznaun auf 2.000 Metern
Regionale Produkte allein reichen oft nicht mehr aus, um Gäste zu begeistern. Im Paznaun setzt man deshalb auf eine enge Zusammenarbeit von Produzenten, Hüttenwirten und Spitzenköchen – und macht daraus ein touristisches Gesamtkonzept.
Meist gelesen
Optisches Highlight: Diese Lasagne erfreut nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge.
© Lena Staal / STAAL & JOHS
Lasagne à la Bottura – italienische Glückseligkeit für Gaumen und Auge
Spitzenkoch Massimo Bottura verwandelt die klassische Lasagne in ein komplexes Gericht für Profis – vielschichtig, geschmacklich ausbalanciert und perfekt ausgeführt. Falstaff empfiehlt dazu einen rubinfarbenen Roten vom Weingut »Drei Donà« in der Emilia-Romagna.
Wer seine Karte modernisieren, jüngere Zielgruppen ansprechen oder einfach einen starken Eyecatcher braucht, liegt mit dem Crunchy Kimchi Burger genau richtig.
© Foto beigestellt
Produkt der Woche: Crunchy Kimchi Burger
Advertorial
Der Crunchy Kimchi Burger bringt frischen Wind auf Ihre Karte – laut, bunt und maximal im Trend. Der Food-Hype aus Südkorea liefert genau das, was Gäste heute lieben: echte Gemüsestücke, internationale Trendgeschmäcker und richtig viel Crunch.
Prominente Unterstützung für die »Österreichische Krebshilfe«: Jenny Frankl und Bernhard Murg vom »Kabarett Simpl« mit Bio-Spitzenköchin Clara Aue und ihrer Charity-Kreation.
© Moving Stills
Im Marktrestaurant Gutes tun: »HEU & GABEL« kocht für die »Krebshilfe«
Bio-Spitzenköchin Clara Aue, Jenny Frankl und Bernhard Murg vom Kabarett Simpl zeigten bei Sonnenschein am Meidlinger Markt, wie viel Wärme entsteht, wenn Genuss und guter Zweck aufeinandertreffen.
Milch übrig: Georg und Andrea Blochberger machten aus einer kreativen Idee eine erfolgreiches Unternehmen.
© Eis-Greissler
15-Jahr-Jubiläum: Wie der »Eis-Greissler« aus einer Notlösung ein Geschäftsmodell machte
Mit »Schnitzel«- und »Grammeleis«: Der »Eis-Greissler« feiert Jubiläum und zeigt, wie sich aus einem einfachen Produkt durch Storytelling, Erlebnisse und mutige Ideen eine starke Freizeitmarke entwickeln lässt.
Hommage an die Mama: Thi Ba Nguyen (links) und ihre Suppe dürfen auch auf dem Top-Level nicht fehlen!
© Roland Graf
Fine Dining auf Vietnamesisch: Das »Vina« Graz schwimmt gegen den Strom
Es ist ein Statement gegen Spar-Wahn. Und eines, das dem Gästewunsch folgt: Zusätzlich zu den Streetfood-Klassikern bietet Robert Nguyen ein aufwändiges Sechs-Gang-Menü. Mit dabei natürlich auch: die Suppe von seiner 85-jährigen Mutter.
Manfred Ronge präsentiert bei der 17. Branchentagung der Österreichischen Gemeinschaftsverpfleger Zukunftsthemen – darunter KI, Robotik und Digitalisierung.
© Schörg VISUALS
KI, Kosten und Robotik – das treibt Österreichs Gemeinschaftsverpfleger derzeit um
»Zukunft nicht abstrakt diskutieren, sondern gemeinsam greifbar machen« – unter diesem Motto trifft man sich bei der 17. Branchentagung der Gemeinschaftsverpflegung zum Austausch über Digitalisierung, Automatisierung und Sicherheit.
Der Newsletter für echte Profis
Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!

