Zum Inhalt springen

Die Dachterrassen werden links und rechts des Haupttraktes errichtet.

Die Dachterrassen werden links und rechts des Haupttraktes errichtet.
© Shutterstock

Ausschreibung für Gastronomie im Parlament

Wien
Restaurant
Neueröffnung 2021
Fotos

FOTOS und Renderings vom geplanten Restaurant für das jetzt ein Betreiber gesucht wird. Falstaff hat alle Anforderungen und Rahmenbedingungen recherchiert.

Für die Gastronomie ist es ein Lichtblick in düsteren Zeiten, in denen die Gastgeber schon so lange zum Nichtstun verurteilt sind: Das Parlament an der Wiener Ringstraße wird nach der Renovierung an sieben Tagen die Woche für Besucher zugänglich sein. Höhepunkt des gastronomischen Angebots wird ein Rooftop-Restaurant mit vier Außenterrassen und Blick über die Dächer von Wien sein. Das Restaurant soll folgende Bereiche umfassen:

  • Ein servicierter Bereich (97 Sitzplätze)
  • Eine Selbstbedienungs-Zone (92 Sitzplätze)
  • Ein Bistro (48 Sitzplätze) 

Für den Betrieb der Parlamentsgastronomie wird noch ein erfahrener Betreiber gesucht. Es ist eine für österreichische »Amtsverhältnisse« sensationelle Ausschreibung, da die Möglichkeiten mit mehreren Outlets und den flexiblen Öffnungszeiten mehr als verlockend sind. Zu den ausgeschriebenen Gaststätten im Hohen Haus gehören neben dem Dachrestaurant auch ein Bibliothekscafé im Besucherzentrum eine Cafeteria beim Nationalrats-Saal, der Option der Bespielung des Palais Epstein und Vorrang bei Catering-Aufträgen in Veranstaltungsräumlichkeiten.

Die Ausschreibung läuft noch bis 20.4., alle Details für eine Einreichung finden Sie unter evergabe.at. Die Fertigstellung der Sanierung ist für 2022 geplant.

Die für die Planung verantwortlich Kommission besteht aus den Abgeordneten Gabriel Obernosterer, Christoph Matznetter, Christian Lausch, Olga Voglauer und Sepp Schellhorn. Angestrebt wird ein qualitativ hochwertiger Gastronomiebetrieb, vergleichbar mit den Restaurants anderer Parlamente bzw. mit landesüblich guten Restaurants. Als Vorbild dient beispielsweise das prachtvolle Dachgarten-Restaurant im deutschen Bundestag in Berlin, das vom Feinkost-Experten Käfer aus München betrieben wird. Die Gastro-Profis setzen im Herzen der deutschen Demokratie auf moderne deutsche Küche mit frischen, regionalen Produkten.

Was das gewünschte kulinarische Angebot betrifft, so sind die Vorstellungen der Parlamentarier den Ausschreibungsunterlagen zufolge schon sehr konkret: Neben dem Fokus auf Nachhaltigkeit soll Genuss großgeschrieben werden! Ziel des Parlaments ist es, sowohl beim Gastronomiebetrieb als auch beim Catering die richtige Mischung aus traditionellen Gerichten, die typisch für Österreich sind und ansprechendem, leichtem Brainfood zu finden. Zudem muss der Auftragnehmer auch Kenntnis von internationaler Küche mitbringen. 

Vom Schnitzel bis zu Marillenknödeln

Regionale und saisonale Produktvielfalt soll sich auch bei den gastronomischen Angeboten wiederfinden: Ob ganz traditionell mit Suppentopf und Backhendl (traditionell wienerisch), österreichische Spezialitäten (Bestes aus Österreich) oder als besonders ausgewogene Kulinarik auf höchstem Niveau.

Typische Gerichte aus Sicht des Parlaments sind: Esterházy-Rostbraten, Kärntner Kasnudeln, Wachauer Marillenknödel, Linzer Torte, Saibling auf Müllerin-Art, Steirischer Backhendlsalat, Tiroler Knödel, Forellenfilet mit Waldpilzen, Wiener Schnitzel, Grießnockerlsuppe, Tafelspitz, Fiakergulasch, Apfelstrudel, Sachertorte, Kaiserschmarren, bzw. vegane Speisen wie Gazpacho, Ratatuille, Falafel, diverse Currys, Risotto etc. Snacks, auch zum Mitnehmen, vervollständigen das gastronomische Angebot. 

Innovative Spezialangebote & Getränke

Neben den klassischen Speisen und Snacks ist auch ein innovatives Angebot vorzusehen. Darunter sind beispielsweise Bio-Gerichte, Fingerfood und diverse spezielle süße sowie pikante Gerichte und Snacks zu verstehen (z.B. selbstgemacht, regional, biologisch, vegan etc.). Desweiteren können auch themen- od. saisonbedingte Spezialangebote integriert werden (z.B. Japan-Tage, Spargelzeit, Eine Reise in die Bundesländer etc.) 

Analog ist auch das Getränkeangebot zu gestalten. Es sind z.B. neben den klassischen nicht-alkoholischen Getränke wie Cola oder Almdudler auch biologische, regionale Säfte als Alternative anzubieten. 

parlament.gv.at

Bernhard Degen
Autor
Mehr zum Thema
1 / 12