WM 2026: Cevapi zum Schweiz-Spiel? So schmeckt Bosnien
Die Schweiz trifft bei der WM auf Bosnien-Herzegowina. Ein guter Moment, um nicht nur über Fussball, sondern auch über Kulinarik zu sprechen.
Wenn die Schweiz in Los Angeles gegen Bosnien-Herzegowina spielt, richtet sich der Blick nicht nur auf den Rasen. Die Begegnung bietet auch einen Anlass, das Land kulinarisch besser kennenzulernen. Denn die bosnische Küche erzählt viel über Geschichte, Alltag und kulturelle Einflüsse. Sie verbindet osmanische, mediterrane, slawische und mitteleuropäische Elemente und ist geprägt von Fleischgerichten, Teigspezialitäten, Gemüse, Joghurt, Paprika, Zwiebeln und frischem Brot.
Enge Verbindung zur Schweiz
Auch abseits des Fussballs bestehen zwischen den beiden Ländern viele Verbindungen. Die Schweiz und Bosnien-Herzegowina pflegen enge politische Beziehungen; zudem engagiert sich die Schweiz unter anderem in den Bereichen gute Regierungsführung, Marktwirtschaft, Migration und Gesundheitswesen. Ausserdem lebt in der Schweiz eine grosse bosnisch-herzegowinische Diaspora, die kulinarische Traditionen, Familiengeschichten und Alltagskultur mitgebracht hat.
Bosnische Klassiker
Cevapi zählen zu den bekanntesten Gerichten Bosnien-Herzegowinas. Die kleinen, gegrillten Hackfleischröllchen werden meist mit Fladenbrot, rohen Zwiebeln, Kajmak und Ajvar serviert werden. Ebenso beliebt sind Pita/Börek, gefüllte Teigwaren, die je nach Füllung unterschiedliche Namen tragen: Sirnica wird mit Käse zubereitet, Zeljanica mit Spinat oder Mangold, Krompirusa mit Kartoffeln und Burek bezeichnet die klassische Variante mit Fleisch.
Auch die süsse Seite der bosnischen Küche zeigt historische Einflüsse. Baklava, Hurmasice oder Tufahije – in Sirup getränkte Gebäcke oder gefüllte Äpfel – verweisen auf die osmanische Prägung des Landes. Dazu wird häufig »bosanka kafa«, also bosnischer Kaffee, serviert, der langsam zubereitet wird und für Zeit, Gespräch und Gastfreundschaft steht. Er wird üblicherweise mit einem Lokum gereicht.