»50 Best Restaurants«: Nordamerikas neue Genuss-Elite steht fest
Die gastronomische Landkarte Nordamerikas hat einen neuen Mittelpunkt. Bei den »North America’s 50 Best Restaurants Awards 2026« setzte sich ein Restaurant aus Chicago an die Spitze – und verdrängte damit den bisherigen Branchenliebling aus New York. Ein Blick auf die Besten Nordamerikas.
Während sich die USA auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vorbereiten und in den kommenden Wochen Millionen Besucher aus aller Welt empfangen werden, richtet sich der internationale Blick nicht nur auf die Stadien des Landes. Auch kulinarisch will Nordamerika zeigen, was es zu bieten hat. Die neue Liste der »North America’s 50 Best Restaurants« liefert dafür eine wichtige Bestandsaufnahme. Immerhin gilt die Auszeichnung als einer der Gradmesser der internationalen Gastronomieszene.
Bei der Verleihung der »North America’s 50 Best Restaurants 2026« in New Orleans sicherte sich das Restaurant »Smyth« den ersten Platz und wurde damit zum besten Restaurant Nordamerikas gekürt. Dass das »Smyth« die Spitzenposition übernimmt, ist durchaus bemerkenswert. Im vergangenen Jahr führte noch das New Yorker Restaurant »Atomix« das Ranking an. Nun rutscht der ehemalige Spitzenreiter auf Platz sieben ab, während Chicago die gastronomische Krone des Kontinents übernimmt.
Kanada auf der Überholspur
Direkt hinter der neuen Spitze landet mit »Eight« aus Calgary ein Aufsteiger, der erstmals überhaupt auf der Liste vertreten ist. Den dritten Platz belegt Restaurant »Pearl Morissette« aus der kanadischen Provinz Ontario. Damit gehen gleich zwei der ersten drei Plätze an Kanada.
Überhaupt prägt Kanada das obere Drittel des Rankings auffallend stark. Fünf der zehn bestplatzierten Restaurants stammen aus dem Land. Montréal, Toronto, Québec City und Calgary haben sich längst von Geheimtipps zu festen Größen auf der internationalen Gourmetkarte entwickelt.
Ein Land für Foodies
Die Vereinigten Staaten bleiben dennoch die dominierende Kraft der Liste. Insgesamt 36 der 50 ausgezeichneten Restaurants befinden sich in den USA. Besonders New York zeigt eindrucksvoll seine kulinarische Dichte: Gleich mehrere Restaurants der Metropole finden sich unter den Top 50, darunter »César«, »Le Bernardin«, »Jungsik«, »Torrisi«, »Tatiana« und »Gramercy Tavern«. Auch New Orleans spielte in diesem Jahr eine besondere Rolle. Die Stadt war nicht nur Gastgeber der Preisverleihung, sondern ist mit »Dakar NOLA« und »Emeril’s« selbst prominent im Ranking vertreten.
Neben der eigentlichen Rangliste wurden mehrere Sonderpreise vergeben. Das Restaurant »Wildweed« aus Cincinnati erhielt die Auszeichnung »One to Watch«, während »Atelier Crenn« in San Francisco für sein nachhaltiges Engagement geehrt wurde. Restaurant »Pearl Morissette« durfte sich zusätzlich über den Preis für herausragende Gastfreundschaft freuen. Der renommierte Koch Corey Lee wurde mit dem »Chef’s Choice Award« ausgezeichnet, Gastronomielegende Emeril Lagasse erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.
Karibik geht leer aus
Auffällig ist auch, wer fehlt: Nachdem im vergangenen Jahr noch zwei Restaurants aus der Karibik den Sprung in die Top 50 geschafft hatten, ist die Region 2026 nicht mehr vertreten. Das Ranking zeichnet damit ein Bild einer Spitzengastronomie, die derzeit vor allem von den USA und Kanada geprägt wird.
Die Veröffentlichung der Liste gilt zugleich als wichtiger Fingerzeig für die internationale Szene. Denn viele Restaurants, die hier ausgezeichnet werden, tauchen wenige Monate später auch auf der renommierten Liste der »World’s 50 Best Restaurants« auf. Ob »Smyth« seinen Triumph dort wiederholen kann, wird sich im November zeigen, wenn die globale Rangliste in Abu Dhabi vorgestellt wird. Bis dahin steht fest: Die kulinarische Spitze Nordamerikas hat eine neue Adresse – und sie liegt in Chicago.