Zum Inhalt springen
© Niemetz

Die Schwedenbombe wird 100: Von der Wiener Erfindung zum Klassiker

Wien
Jubiläum
Zuckerbäckerei

Die Schwedenbombe feiert heuer ihren 100. Geburtstag. Was als kleine Wiener Zuckerbäcker-Idee begann, wurde zum österreichischen Kultprodukt.

Vor genau hundert Jahren, im Jahr 1926, wurde in Österreich die Schwedenbombe erfunden. Hinter der Erfindung steht der Wiener Zuckerbäcker Walter Niemetz, gemeinsam mit seiner Frau Johanna. Mit Hilfe eines befreundeten Schwe­den entstand eine Süßigkeit aus Eiweiß und Zucker auf einer Waffel, überzogen mit Schokolade.

Der Name »Schwedenbombe« soll an den an der Entwicklung beteiligten Schweden erinnern. 1934 ließ Niemetz die Marke schützen. Die ersten Exemplare der Schwedenbombe kamen in goldge­plättetes Papier gehüllt in den Handel. Mittlerweile ist die Schwedenbombe eine der bekanntesten Süßigkeiten Österreichs.

Überstandene Krise

Die Geschichte der Schwedenbombe war nicht immer von Erfolg geprägt. Anfang der 2010er-Jahre geriet die Niemetz-Manufaktur in finanzielle Schwierigkeiten. Mehr als 40.000 Fans kauften die Vorräte leer, um so das Ende der Schwedenbomben zu verhindern. Der Aufschrei wirkte: 2013 übernahm die Heidi Chocolat AG das Unternehmen und führte die Produktion in Wiener Neudorf fort. Dort werden aktuell 250.000 Stück pro Tag produzeirt und werden händisch in die Verpackung gesetzt. Auch werden Kurse zum Selbermachen der Schaumküsse angeboten, im vergangenen Jahr haben daran etwa 12.000 Personen teilgenommen.

Ein Jahrhundert nach der ersten Schwedenbombe, ist sie in all ihren Variationen aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Und beim Öffnen einer neuen Packung wird immer die Frage gestellt: Schokolade oder Kokos? 


Redaktion
Mehr zum Thema
1 / 12