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Bagna Cauda: Ein Lieblingsgericht des verstorbenen Papstes Franziskus

Rezept

Papst Franziskus war ein Freund der einfachen Küche – und Bagna Cauda war eines seiner Leibgerichte. Die piemontesische Spezialität, ein dampfendes Bad aus Knoblauch, Sardellen und Olivenöl, das man in der Mitte des Tisches teilt, verkörpert genau das, wofür er stand: Wärme, Gemeinschaft, Bescheidenheit.

Papst Franziskus, der am Ostermontag im Alter von 88 Jahren verstorben ist, war nicht nur für seine Bescheidenheit bekannt, sondern auch für seine Vorliebe für einfache, bodenständige Speisen.

Bagna Cauda war eine seiner Leibspeisen: Diese herzhafte Spezialität aus dem Piemont bedeutet wörtlich »warmes Bad«. Und genau das ist sie: eine duftende, tief aromatische Sauce aus Sardellen, (in Milch gemildertem) Knoblauch, gutem Olivenöl und Butter. Serviert wird sie klassisch in einem Tontopf direkt auf dem Tisch und bleibt dort, über einer kleinen Flamme oder einem Rechaud, durchgehend warm. Dazu reicht man rohes oder blanchiertes Gemüse, darunter traditionell Puntarelle – eine knackige Chicorée-Sorte mit bitterem Einschlag, die der Sauce geschmacklich Paroli bietet.

Ein Gericht, das das Herz erwärmt

In Turin wird Bagna Cauda selbst zum Aperitif gereicht; in den Häusern des Piemonts ist sie hingegen ein kulinarisches Ritual. Und wenn zum Schluss nur noch wenig Sauce im Tontopf übrig ist, schlägt man, wie es der italienische Koch Giorgio Locatelli beschreibt, ein paar Eier hinein – für einen letzten gemütlichen Löffel Genuss.

 

Redaktion
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