Heiß und im Trend? Warum jetzt ein Thermosbecher gehypt wird
In Amerika löst ein Trinkbecher sogar Massenanstürme auf die hiesigen Supermärkte aus.
Er bewahrt die Wärme des Morgenkaffees und hält die Mittagssuppen schön heiß, während einige Modelle im Sommer für erfrischend kühle Getränke sorgen - die Rede ist vom Thermosbecher. Im hektischen Alltag erweisen sie sich oft als zuverlässige Begleiter, die nicht nur praktisch sind, sondern auch gut aussehen können. Vor allem in den Vereinigten Staaten scheint der nützliche Alltagsgegenstand nun regelrechte Begeisterungsstürme ausgelöst zu haben, aber woran könnte das liegen?
Wie sollte es auch anders sein, begonnen hat der Hype um den Becher auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram. In Videos, die im Internet unter dem Hashtag »Watertok« kursieren, setzen sowohl Influencer:innen als auch »reguläre Nutzer:innen« den Thermosbecher gekonnt in Szene, in dem sie Kaffee oder Wasser mit unterschiedlichen Sirupen mischen und ihre Getränke schließlich genießen. Diese Videos haben nicht nur Werbung für den Trinkbecher zur Folge, auf diese Weise werden neue Rezepte für Kaffeegetränke geteilt. Gleichzeitig könnte das Wasser mit verschiedenen Geschmackssirupen zur Alternative für ungesunde Limonaden werden.
Lifestyle Musthave?
Aufgrund der Tatsache, dass der Thermosbecher von der Marke »Stanley« produziert wird, könnte in den Augen vieler Amerikaner:innen ein weiterer Punkt für seine Beliebtheit sein, denn dieser wird nicht nur »Tumbler« oder »Quencher« genannt, sondern für viele Bürger:innen wird er ganz schnell zum »Stanley Cup«. Zwar hat der große Trinkbecher mit dem begehrten Eishockey-Pokal wenig gemeinsam – trotzdem wird dessen Bezeichnung für viele schnell zum Kaufgrund.
Das amerikanische Unternehmen ist bereits seit 1913 im Geschäft und hat sich von Anfang an auf die Herstellung von Isolierprodukten spezialisiert. Die Zielgruppe des Konzerns bestand zu Beginn hauptsächlich aus Kund:innen, die gerne diversen Outdoor-Aktivitäten nachgingen. Im Jahr 2017 änderte sich das, als das moderne Quencher-Modell mit einem Strohhalm die Aufmerksamkeit von Influencer:innen erlangte. Kurze Zeit später gehörte der »Stanley Cup« zu einem der meistverkauften Produkte des Unternehmens.
Aufmerksamkeit garantiert
Die Aufregung um die Trinkflasche erreichte in den letzten Monaten ihren Höhepunkt. Ein Video auf der TikTok dürfte der Auslöser dafür gewesen sein, das seit November nahezu 100 Millionen Mal angesehen wurde. In dem Video dokumentiert eine Amerikanerin den Zustand ihres vollständig ausgebrannten Autos.
Aus den Fahrzeugtrümmern und der Asche zieht sie eine beinahe unbeschädigte »Stanley«-Thermosflasche hervor, die das Unglück wohl heil überstanden hat. Dem Vernehmen nach, hat der Konzern prompt reagiert und der Amerikanerin als Dank für die Werbung wohl ein neues Auto geschenkt. Abhängig von der Größe kostet der Thermosbecher zwischen 35 und 60 Dollar und ist in einer breiten Farbpalette erhältlich. In Österreich ist der Gegenstand ebenfalls erhältlich, derzeit allerdings nur in zwei Farben – bleibt abzuwarten ob der Hype auch hier große Wellen schlagen wird.
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