© Simon Koleznik

Lindt & Sprüngli als neuer Pächter im Kursalon Hübner

Der traditionsreiche »Kursalon Hübner« im Wiener Stadtpark erhält einen neuen Betreiber.

Die Österreich-Tochter des Schweizer Süßwarenkonzerns »Lindt & Sprüngli« hat einen langfristigen Pachtvertrag für das Gebäude abgeschlossen. Mit der Unterzeichnung des Vertrags am Freitag hat das Schokoladenunternehmen seine Pläne für die Zukunft des Kursalons vorgestellt, die ab 2027 realisiert werden sollen.

»Lindt & Sprüngli« plant, die historischen Räume des Kursalons für Ausstellungen und Events rund um das Thema Schokolade zu nutzen. Ein interaktives Museum soll die Geschichte und Produktion von Schokolade erlebbar machen, während eine Schokoladen-Werkstatt Besuchern die Möglichkeit bietet, eigene Kreationen zu schaffen. Ein Café mit Terrasse und einem Spielbereich für Kinder sowie ein Lindt-Shop sind ebenfalls vorgesehen.

»Mit dem Kursalon Hübner haben wir den idealen Partner gefunden, um ein für Wien einzigartiges Projekt zu realisieren: Wir freuen uns darauf, hier unseren einheimischen und internationalen Besucher:innen die Faszination für Schokolade näherzubringen«, so Ali Kulein, Geschäftsführer von »Lindt & Sprüngli Österreich«.

Renovierung und Neuausrichtung

Das Gebäude soll behutsam renoviert und wieder in Richtung Stadtpark geöffnet werden. Dabei wird besonderer Wert auf die Wahrung der historischen Elemente gelegt. Teile des Kursalons sollen weiterhin für exklusive Events und Konzerte genutzt werden. Die Geschäftsführerinnen des Kursalons, Katharina Daimer und Astrid Hübner, äußerten sich ebenfalls erfreut: »Nachdem wir schon seit einigen Jahren an der komplexen planerischen und baulichen Umgestaltung des Kursalons arbeiten, freut es uns besonders, dass wir mit ›Lindt & Sprüngli Österreich‹ als Betreiber den letzten Puzzlestein im Gesamtkonzept gefunden haben.«

Historischer Hintergrund

Der Kursalon Hübner, erbaut zwischen 1865 und 1867, ist ein bedeutendes musikhistorisches Monument. Hier brachte Johann Strauss (Vater) seinen berühmten Radetzky-Marsch zur Uraufführung. Das Gebäude bietet auf drei Stockwerken und einem Zwischengeschoss etwa 4.400 m² Nutzfläche und wird als kultureller und sozialer Treffpunkt geschätzt.


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