Mantler und Türk reüssieren beim Kremstal DAC Reserve Cup

Kremstal

Gleich 120 Spitzenweine gingen heuer ins Rennen – Platz eins in den beiden Kategorien Riesling und Grüner Veltliner belegten Sepp Mantler und Franz Türk.

Von den stolzen 40 Riesling Reserven erreichten gleich zehn Weine das Stechen um den Sieg, der schließlich an den Riesling Wieland vom Weingut Mantlerhof ging. Sepp und Margit Mantler aus Brunn im Felde bewirtschaften einige der
besten Lagen in der Lössterrassenlandschaft von Gedersdorf, der Riesling DAC Reserve entstammt der Lage Wieland. Im unteren Bereich befindet sich eine der wenigen Stellen, wo unter dem Löss das Konglomerat des Ur-Traisenflusses zutage tritt, die Sublage heißt Steindl. Hier hat die Familie Mantler 1980 Rheingauer Rieslingklone ausgepflanzt, die heute im besten Alter sind, um einen expressiven Wein zu ergeben. So zeigt der Riesling Kremstal DAC Reserve im Bukett einen ganzen Korb von Steinobst, besitzt einen saftigen Körper und eine finessenreiche Struktur.

Die Silber- und die Bronzemedaille gingen an zwei weitere fixe Größen der Region: Das Weingut Salomon Undhof aus Krems/Stein sicherte sich mit dem vom Urgestein geprägten Riesling Pfaffenberg den zweiten Rang. Nicht weniger finessenreich präsentiert sich der Riesling »Privat« aus der Lage Senftenberger Pellingen, mit dem Martin Nigl vom Wein-Gut Nigl den dritten Rang erreichte.

Die besten Kremstaler Reserven / © Ian Ehm

Grüner Veltliner at ists Best
Bei den Grünen Veltlinern war der Andrang noch größer als bei den Riesling Reserven: Von den 76 Weinen erreichte schließlich ein Dutzend das Finale, der Gewinner am Ende: Franz Türk. Für ihn wird der Gang auf das Falstaff-Siegertreppchen schön langsam zur Gewohnheit, hatte sich der Stratzinger Winzer doch erst im Juli im Wiener Palais Ferstel die Trophäe des »Falstaff Grünen Veltliner Grand Prix« für die Kategorie »Klassische Veltliner aus Nieder­österreich bis 13 Vol.-%« abgeholt. Dass er nun mit dem Grüner Veltliner Kremstal DAC Reserve aus der Lage Ferchau den Cup-Sieger stellt, beweist nur zu deutlich, wie exzellent Türk mit der österreichischen ­Nationalrebsorte umzugehen weiß. Die Lage Ferchau grenzt in Krems-Weinzierl direkt an die legendäre Sandgrube und weist wie diese einen tiefen Lössboden auf Konglomerat-Untergrund auf, der gut wasserhältig ist und fruchtbetonte Grüne Veltliner hervorbringt. So präsentiert sich auch Türks Siegerwein komplex und engmaschig, extraktsüß und von einer feinen Säurestruktur getragen.

Im heiß umstrittenen Feld der Grünen Veltliner erreichte schließlich Franz Proidl den zweiten Rang mit seinen »Alten Reben« vom Senftenberger Ehrenfels, während der dritte Platz von Martin Nigl mit dem »Herzstück vom Kirchenberg« belegt wird.

>>> Zu den Verkostungsnotizen

Weitere Infos auf www.kremstal-wein.at

Text von Peter Moser
Fotos von Ian Ehm
Aus Falstaff Nr. 06/2014

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