Nachhaltigkeit mit Anspruch: »Esterhazy« zieht Bilanz
Mit Rekordumsätzen und neuen Projekten präsentiert sich die »Esterhazy Betriebe GmbH« als wirtschaftlich erfolgreicher Akteur mit grünem Anspruch. In der Podiumsdiskussion wird aber auch gefragt: Ist das echte Transformation oder gut verpacktes Marketing?
Auf dem »Bio-Landgut Esterhazy« wurde der siebte Nachhaltigkeitsbericht der »Esterhazy Betriebe AG« präsentiert. Der Bericht umfasst die Jahre 2022 bis 2024 und dokumentiert die Bemühungen des Unternehmens, ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung miteinander zu verbinden. Außerdem stehen so einige Neuerungen auf dem Programm.
So nachhaltig ist Donnerskirchen
In Interviews mit den Vorständen Matthias Grün und Michael Gröschl wurde deutlich, wie stark »Esterhazy« den Begriff Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt seiner Unternehmensentwicklung stellt – und das in sämtlichen Geschäftsfeldern: von der Bio-Landwirtschaft über Kulturtourismus bis hin zur Immobilienentwicklung. Der Nachhaltigkeitsbericht basiert auf den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen.
Nachhaltigkeit ist bei Esterhazy gelebtes Selbstverständnis, das sich durch alle Unternehmensbereiche zieht.
Vorstand Matthias Grün
Größere strukturelle Veränderungen prägten den Berichtszeitraum: 2023 wurde die »Esterhazy Betriebe GmbH« in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 2024 feierte man das 30-jährige Bestehen der Esterhazy-Stiftungen. Trotz aller Umstrukturierungen legte das Unternehmen auch wirtschaftlich deutlich zu: Der Umsatz stieg von 67 Millionen Euro im Jahr 2022 auf über 86 Millionen im Jahr 2024.
In der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema »Nachhaltigkeit – Fortschritt oder Feigenblatt?« kamen Vertreter:innen aus Wissenschaft, Weinwirtschaft und Kulturbereich zu Wort. Dabei wurde nicht nur gelobt, sondern auch kritisch hinterfragt, inwiefern große Unternehmen wie »Esterhazy« mit echten Maßnahmen oder eher mit imagefördernden Projekten auf den Nachhaltigkeitstrend reagieren.
»Esterhazy« geht's konkret an
Konkrete Maßnahmen im Berichtszeitraum umfassten unter anderem die Transformation des landwirtschaftlichen Betriebs »Pannatura« zu einem Erlebnisort für nachhaltige Kulinarik, inklusive eines neuen Restaurants und einer Markthalle. Auch das »Weingut Esterházy« setzte auf Umstellung: Der Jahrgang 2023 war der erste, der vollständig aus biologischem Anbau stammt. Im Immobilienbereich wurde zudem mit dem Projekt »Schlossquartier« in Eisenstadt ein umfassender Nutzungsmix realisiert, der Arbeiten, Wohnen und Tourismus vereint.
Der vollständige Nachhaltigkeitsbericht ist online abrufbar.