Scharfer Schatz für Sushi-Lovers: So unterscheidet man echten von falschem Wasabi
Im Land der aufgehenden Sonne hat er seinen Ursprung und seinen hohen Preis: der echte japanische Wasabi – Falstaff aus der Suche nach der scharfen Wahrheit für rund 170 Euro das Kilo.
Ein Blick hinter die grüne Fassade: Anders als die weithin verbreiteten Imitate, besticht echter Wasabi durch seine Stückigkeit. Der japanische Meerrettich oder Kren wird hierfür auf traditionelle Weise gerieben, wodurch er eine einzigartige Textur erhält, die Imitate de facto nicht erreichen können. Es ist der echte Wasabi, der Sushi zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis macht – ein scharfes Abenteuer für die Sinne, das die puristischen Aromen des japanischen Gerichts perfekt hervorhebt. Im Übrigen ist Sushi keine traditionell japanische Speise, sondern eine Zubereitungsart, die ursprünglich für die Konservierung von Süßwasserfisch rund um den Fluss Mekong entstanden ist.
Wasabi als edler Schatz
Echter Wasabi aus Japan ist in Europa ein Luxus: Experten enthüllen Preise von 100 bis 300 Euro pro Kilogramm – wahrlich ein kostspieliger Genuss. Seine Seltenheit und die aufwendige Handarbeit, die für seine Kultivierung nötig ist, machen Wasabi zu einer der teuersten Gemüsearten der Welt.
Sushi und der Schwindel: Die Wahrheit über Wasabi-Pasten
In Restaurants und Läden dominieren oft künstliche Wasabi-Mixturen mit minimalen Anteilen des echten Krens. Der Farbunterschied ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Die meisten dieser Pasten bestehen aus weißer Meerrettichpflanze, dem günstigen Ersatz für den kostbaren Original-Wasabi. Senfpulver und künstliche Farbstoffe dienen als weitere Zutaten, um dem Imitat die charakteristische grüne Farbe zu verleihen. Es ist an der Zeit, hinter die grüne Fassade zu blicken und das wahre Gesicht des Wasabi zu entdecken.
»Seiyo Wasabi«: Das westliche Imitat auch in Japan
In Japan kennt man das Phänomen des »Seiyo Wasabi«, eine westlich inspirierte Version des beliebten Würzmittels. Obwohl der traditionelle Wasabi aus Japan stammt, hat das Imitat auch in der japanischen Heimat seinen Platz gefunden. In vielen Restaurants und Geschäften in Japan wird das »Seiyo Wasabi« als kostensparender Ersatz für das Original verwendet.
Wasabi-Paste und ihre bunte Welt der Farbstoffe
Knalliges Grün trifft auf lindgrün – die Färbung der Wasabi-Varianten zeigt den Unterschied. Während die Paste mit echtem Wasabi eine zarte lindgrüne Farbe besitzt, wird das Imitat mit künstlichen Farbstoffen in ein auffälliges, knalliges Grün getaucht. Es ist nicht nur die einzigartige Schärfe, die echten Wasabi auszeichnet, sondern auch seine natürliche und authentische Farbgebung. Algen, Chlorophyll, Kupferchlorophyll und mehr – die Zutatenliste des künstlichen Wasabi ist lang.
Die Suche nach Echtheit: Wo Sie echten Wasabi finden
Echte Wasabi-Paste schwer zu finden? Kein Problem: Wasabi-Pulver oder frisch geriebener Kren ist die Lösung. Wer echte Wasabi-Schärfe für sein Sushi sucht, hat auch in Europa Möglichkeiten, dem teuren Original nahezukommen. Wasabi-Pulver, das kurz vor dem Verzehr in Wasser angerührt wird, kann eine Alternative sein. Oder man entscheidet sich für frisch geriebene Krenwurzel aus der Region, die dem Sushi eine feine Schärfe verleiht – ein kulinarisches und (nachhaltiges) Abenteuer, das sich lohnt.
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