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© Shutterstock/Symbolbild/hlphoto

Tahchin in Wien: Persischer Knusperreis in der Innenstadt

persisch
Reis
Take-Away

In der Inneren Stadt gibt es seit kurzem ein persisches Take-Away-Lokal: Bei »Mo's Delicious« wird das persische Traditionsgericht und Social-Media-Trendfood Tahchin in allerlei Variationen serviert.

Wenn der Tahchin in die Mitte des Esstisches gestellt wird, ist die goldgelbe Kruste der Teil, von dem alle etwas abbekommen wollen. Zunächst knuspriger Reis mit buttrigem Aroma, dann zarter Basmati-Reis. In den vergangenen Jahren sind kurze Clips, in denen der persische Reiskuchen umgestoßen wird, auf Social Media regelmäßig viral gegangen. Bei »Mo's Delicious« in der Bognergasse in der Inneren Stadt gibt es Tahchin jetzt als Take-away-Gericht.

»Im Iran ist Tahchin etwas Besonderes, ein Gericht, für das die ganze Familie zusammenkommt. Ich habe von meiner Mutter gelernt, wie man Tahchin zubereitet«, erklärt Inhaberin Mojgan Sanani-Raberger im Gespräch mit Falstaff. »Es ist ein Gericht, das jeder liebt, und alle warten auf das Wochenende, um sich die Zeit zu nehmen, es zu kochen. Dann wird es gemeinsam genossen.«

Doch was ist Tahchin? Es handelt sich dabei um ein persisches Reisgericht, das im Ofen geschmort wird. Am besten geeignet ist Basmatireis. Durch das Hinzufügen von Fett – meist eine Mischung aus Butter und Olivenöl – bildet sich eine knusprige Kruste am Boden. Diese wird gerne durch Safran oder auch Kartoffeln verfeinert.

Sortenvielfalt

Im Lokal von Sanani-Raberger gibt es immer vier bis fünf Sorten Tahchin. »Wir füllen unseren Tahchin mit Auberginen, Huhn und Lamm. Es gibt auch immer wieder wechselnde Sorten«, so die Betreiberin. Das Angebot wird durch verschiedene persische Vorspeisen und Eintöpfe ergänzt. Der Tahchin wird mit Berberitzen, karamellisierten Zwiebeln, Nüssen oder Rosinen serviert.

Anders als daheim, wo Tahchin in einem großen Topf zubereitet wird, bekommt man das Gericht bei »Mo's Delicious« in Töpfen, in denen genau eine Portion Platz hat. Diese hat Sanani-Raberger extra aus dem Iran kommen lassen. Zubereitet wird der Tahchin von einem persischen Koch, der sich darauf spezialisiert hat. Wegen der vielen Arbeit, die hinter dem Gericht steckt, kochen auch Restaurants den Tahchin nicht jeden Tag, sondern meistens am Samstag, so Sanani-Raberger.


 

Miriam Al Kafur
Digital Redakteurin
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