»Vienna Bites«: WienTourismus eröffnet das Kulinarikjahr 2026 mit Vampirfilm
Wien, Vampire und Wiener Schnitzel: Mit »Vienna Bites« eröffnet WienTourismus das Kulinarikjahr 2026 mit einem dreiminütigen Kurzfilm. Zwischen Hotel Sacher, Würstelstand und Kunsthistorischem Museum wird Kulinarik zur Erzählung.
Wien bei Nacht. Die Straßen still, Laternen werfen lange Schatten auf Kopfsteinpflaster. Und irgendwo dazwischen streift ein Vampirclan durch die Stadt – überzeugt davon, dass das Wiener Blut besonders köstlich sein muss. Warum? Nun ja, weil er die Wiener Küche liebt.
Ein Biss in die Nacht
So eröffnet WienTourismus mit einem dreiminütigen Kurzfilm das kulinarische Jahr 2026, das unter dem Motto »Vienna Bites. Küche, Kultur, Charakter« steht. Anders als klassische Werbeclips erzählt der Film eine kleine fiktionale Geschichte: Ein Vampirclan streift durch Wien, besucht Würstelstände, Cafés, Museen und das Hotel Sacher, immer auf der Suche nach den besten Gaumenfreuden, die die Stadt zu bieten hat. Wiener Klassiker wie Schnitzel, Tafelspitz oder Kaiserschmarrn werden dabei zu Symbolen einer stilisierten Filmwelt. Besondere Auftritte haben dabei einige der bekanntesten Vertreter:innen der Wiener Küche: Anton Pozeg (Culinary Director, Hotel Sacher), Lukas Mraz (»Mraz & Sohn«), Stefanie Herkner (»Zur Herknerin«) und Parvin Razavi (»&flora«).
Als Wien den Vampir kannte
Die Idee greift eine historische Verbindung Wiens zum Vampirismus auf, die erstmals 1725 dokumentiert wurde. Nach Berichten über angeblich untote Wesen in den östlichen Regionen des Habsburgerreiches wurde Gerard van Swieten, der persönliche Arzt von Maria Theresia, nach Wien berufen. Er untersuchte die Fälle wissenschaftlich, erklärte die Erscheinungen für übernatürlichkeitsfreie Phänomene und half damit, die sogenannte »Vampirseuche« einzudämmen. Seine Arbeit gilt als Inspiration für Figuren wie Abraham van Helsing in Bram Stokers Dracula.
Lieblingsorte der Untoten
Zurück zum Film: Neben der historischen Dimension schafft Vienna Bites eine eigene kleine Vampir-Mythologie. Figuren wie Lady Iris Vane, eine gourmethungrige Vampirin, Rex de Sade, der Straßenessen liebt, oder Luna von Schwarzenberg, die eine Vorliebe für Schnitzel und Dessert hat, durchstreifen ikonische Orte in Wien. Die Vampire haben ihre Lieblingsorte: die »Grüne Bar« und die »Rote Bar« im »Hotel Sacher«, das »Café Schwarzenberg«, den Würstelstand »Alles Wurscht«, die Fleischerei »Kröppel«, den Volksgarten Pavillon, das Kunsthistorische Museum und das Naturhistorische Museum. Überall dort begegnen sie den Genüssen der Stadt – vom süßen Blut der Sachertorte bis zu den deftigen Spezialitäten der Würstelstände.
Kino statt Kampagne
Regie führte die in Los Angeles ansässige Filmemacherin Bianca Poletti, Idee, Konzept und Creative Direction stammen von der Wiener Agentur »seite zwei«, produziert wurde das Projekt von Muellers Bureau. Der Soundtrack entstand in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Komponistin Morgan Kibby (u. a. Lady Gaga, Harry Styles) und der Band »The Graveyard Club«, wodurch der Film einen internationalen, leicht unheimlichen Ton erhält. Der Kurzfilm ist digital konzipiert und international ausgerichtet – von Deutschland über Frankreich, Italien, Spanien, Südkorea, Kanada, Großbritannien bis in die USA. Seit Februar wurden über 16 Millionen Aufrufe auf YouTube gezählt.