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Weihnachtsgans per Lieferservice: So schmeckt sie wie beim Sternekoch

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Weihnachten
Gans

Wer an den Festtagen beim Essen auf Tradition setzt, muss nicht zwangsläufig die ganze Zeit in der Küche verbringen. Gans, Knödel und Rotkohl gibt es schon vorgegart und zum Nach-Hause-Bestellen – auch vom Sternekoch.

Wenn sich am ersten Weihnachtstag die Familie am Tisch versammelt, zieht Andreas Widmann sein Ass aus dem Ärmel, beziehungsweise seine Gans aus dem Ofen. Die hat der Sternekoch aus Schwaben bereits Tage zuvor bei 65 Grad vorgegart. Jetzt muss er sie nur noch im Ofen bei 220 Grad fertigbacken. Die fertigen Semmelknödel werden noch einmal in zerlassener Butter geschwenkt, der Rotkohl aus dem Glas, den er zuvor mit Gewürzen verfeinert hat, ebenso wie die Bratensauce aufgewärmt und schon hat Witmann einen echt traditionellen Festtagsschmaus ohne großen Aufwand in kürzester Zeit auf den Tisch gezaubert.

Das kann auch weniger ambitionierten Hobbyköchen gelingen. Denn der Küchenchef, der den »Gasthof Widmann’s Löwen« auf der Ostalb in der neunten Generation führt und für sein Gourmetrestaurant »Ursprung« mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde, verschickt den mit Kastanien, Zwiebeln, Äpfeln und Majoran gefüllten Gänseschmaus inklusive der Beilagen in einer Genussbox gekühlt zu seinen Kunden nach Hause.

Über »Getvoila« kann man die zum Beispiel ordern. »Wir verschicken jedes Jahr eine hohe fünfstellige Zahl an Weihnachtsmenüs an Adressen in ganz Deutschland von Rügen bis an den Bodensee«, sagt Julius Wiesenhütter, Gründer und CEO von »Getvoila«: »Die klassische Weihnachtsgans ist weiterhin sehr gefragt, liegt aber inzwischen gleichauf mit modernen und alternativen Festtagsmenüs.« Der Onlineversand hat auch Weihnachtsmenus von Promiköchen wie Steffen Henssler im Angebot. Je nach Geschmack und Geldbeutel kann man sich hier tatkräftige Unterstützung für die Festtagstafel holen. Auch Restaurants bieten diesen Service an. In Hamburg kann man zum Beispiel Thomas Martins legendäre Martinsente ordern und in der »Carl’s Brasserie« vis à vis der Elbphilharmonie abholen.

Tricks vom Profi

Der Sternekoch Andi Widmann hat für alle, die sich die Vorbereitung des Weihnachtsessens vereinfachen wollen, ein paar Tricks parat: »Noch knuspriger wird Gans und Ente, wenn man sie während der Backzeit zwei bis dreimal mit den ausgetretenen Fett bepinselt.« Und am besten findet man die richtige End-Temperatur heraus, wenn man ein Thermometer in die Keule steckt: »Da sollte die Gans dann doch 70 bis 75 Grad haben. Dadurch dass wir sie vorher 18 Stunden bei 65 Grad vorgegart haben, bleibt sie dabei zart und rosa.«

In Widmanns Genussbox, die natürlich rechtzeitig vor Heiligabend geliefert wird, stecken noch Gläschen mit köstlicher Gänseleberpaté, mit Griebenschmalz und Gänseleber-Rilette. »Zusammen mit gutem, knusprigem Brot ist das ein feines Entree«, fügt der 38-Jährige hinzu.


Brigitte Jurczyk
Autor
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