Was der Caesar-Salat mit der Prohibition zu tun hat – und warum er nicht aus Italien stammt
Bei manchen Gerichten lässt sich ihre Herkunft bereits am Namen erkennen – beim Caesar Salad ist das jedoch nicht der Fall. Entgegen der weit verbreiteten Annahme stammt der Salat überhaupt nicht aus Italien, sondern wurde in Mexiko erfunden.
Die Sommerzeit gilt klassisch als Beginn der Salatsaison – und ein Gericht darf dabei kaum fehlen: der Caesar Salad. Ob in Strandbars oder auf den Speisekarten zahlreicher Restaurants, der beliebte Salat ist fast überall zu finden. Traditionell besteht er aus Römersalat, Croutons und Parmesan, ergänzt durch ein cremiges Dressing mit Zutaten wie Eigelb, Sardellen und Knoblauch.
Wie bei vielen Klassikern gibt es jedoch nicht die eine »richtige« Rezeptur. Je nach Region und Land wird der Caesar Salad unterschiedlich zubereitet, weshalb heute unzählige Varianten existieren. Doch woher stammt dieser weltbekannte Salat eigentlich?
Ein Ausflug nach Mexiko
Die Antwort: Der Caesar Salad entstand weder in Italien noch in den USA, sondern in einem italienischen Restaurant in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana. Der Legende nach entstand der Caesar Salad im Juli 1924 eher zufällig. Während in den USA aufgrund der Prohibition kein Alkohol ausgeschenkt werden durfte, zog es viele Amerikaner ins mexikanische Tijuana. Als dem Italo-Amerikaner Cesare Cardini in seinem Restaurant an einem besonders gut besuchten Tag die Vorräte ausgingen, soll er aus den verbliebenen Zutaten kurzerhand einen neuen Salat kreiert haben. Das improvisierte Gericht wurde später nach seinem Schöpfer benannt und als »Caesar Salad« weltberühmt.
Ein Salat mit vielen Facetten
Schon damals war der Salat ziemlich schlicht – im Kern bestand er aus grünem Salat, Croutons und Dressing. Heute gibt es ihn in unzähligen Varianten: oft mit gegrilltem Hühnerfleisch als sättigende Hauptmahlzeit oder ganz reduziert als leichte Beilage. Auch in einer rein pflanzlichen Variante lässt sich der Caesar Salad problemlos zubereiten und individuell anpassen.
Für eine rein pflanzliche Variante lässt sich das Dressing ganz einfach auf Basis einer »veganen Mayo« zubereiten – etwa aus ungesüßter Sojamilch, Senf, Rapsöl, etwas Salz und Zitronensaft. Die Sardellen können dabei durch Kapern oder Noriblätter ersetzt werden. Statt der Hähnchenstreifen können marinierter Tofu oder geröstete Kichererbsen als Alternative zubereitet werden.
Ob Zufall oder nicht: Der Caesar Salad hat sich längst einen festen Platz in der internationalen Küche gesichert.
Wer den Klassiker selbst ausprobieren möchte, findet hier das passende Rezept: