Aperol, Matcha oder Bier? Diese Getränke bestellen Gäste am häufigsten
Zwischen Espresso, Gin Tonic und Spritz-Kreationen verändert sich die Trinkkultur im deutschsprachigen Raum. Neue Daten zeigen, welche Getränke gewinnen, welche verlieren und wo Gäste am tiefsten in die Tasche greifen.
Kaffee am Morgen, Bier am Abend: An den grundsätzlichen Trinkgewohnheiten im deutschsprachigen Raum hat sich wenig geändert. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten des Kassensystem-Anbieters »orderbird«, dass Gäste zunehmend zu neuen Getränkekategorien greifen. Vor allem Matcha und alternative Spritz-Varianten gewinnen an Bedeutung.
Für die Auswertung analysierte orderbird anonymisierte Verkaufsdaten von rund 15.900 Gastronomiebetrieben in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus dem Jahr 2025.
Kaffee oder Bier
Mit einem Anteil von 27 Prozent aller Getränkebestellungen bleibt Kaffee in Deutschland die meistverkaufte Getränkekategorie. Bier folgt mit 23 Prozent knapp dahinter. Zusammen mit Wasser machen die drei Klassiker weiterhin mehr als die Hälfte aller Bestellungen aus.
Auch im Ländervergleich zeigen sich klare Vorlieben: Während in Österreich Bier mit 28,4 Prozent besonders stark vertreten ist, dominiert in der Schweiz Kaffee deutlich. Dort entfallen mehr als die Hälfte aller Standardgetränke auf Kaffeespezialitäten.
Matcha etabliert sich
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Heißgetränken. Zwar bleibt Espresso mit 56 Prozent aller Kaffeebestellungen die unangefochtene Nummer eins, doch Matcha Latte hat sich mittlerweile zu einer festen Größe entwickelt. Laut orderbird entfallen bereits 21 Prozent der Bestellungen in dieser Kategorie auf das grüne Getränk.
Mit einem Durchschnittspreis von 6,06 Euro zählt Matcha Latte zudem zu den teuersten Heißgetränken auf deutschen Getränkekarten. Die Daten deuten darauf hin, dass Gäste bereit sind, für trendige und hochwertig positionierte Produkte mehr zu bezahlen.
Auch im Teesegment gewinnt Matcha an Bedeutung. Der klassische Schwarztee spielt dagegen nur noch eine vergleichsweise kleine Rolle.
Aperol bleibt Spitzenreiter
Ähnlich entwickelt sich der Aperitivo-Bereich. Der Aperol Spritz führt die Cocktail-Ranglisten weiterhin an, verliert jedoch an Dominanz. Lag sein Anteil 2023 noch bei mehr als 40 Prozent aller Cocktailbestellungen in Deutschland, kommt er inzwischen auf 33 Prozent.
Davon profitieren neue Spritz-Kategorien. Liqueur Spritz erreicht inzwischen zwölf Prozent der Bestellungen, auch Lillet Wild Berry und Sarti Spritz gewinnen Marktanteile. Vor allem in Deutschland scheint die Experimentierfreude größer zu sein als in Österreich oder der Schweiz, wo der Aperol Spritz deutlich stärker dominiert.
Gin Tonic verteidigt die Longdrink-Krone
Bei den Longdrinks bleibt das Bild stabil. Jeder dritte bestellte Longdrink in Deutschland ist ein Gin Tonic. Damit konnte der Klassiker seinen Anteil gegenüber 2023 sogar noch ausbauen. Dahinter folgen Vodka Energy und Whisky Cola.
Fazit: Die große Revolution bleibt aus. Die Getränkekarte wird jedoch vielfältiger.