Asolo Prosecco auf der ProWein: »Wir lassen Deutschland nicht im Stich«
Das Consorzio Tutela Asolo Montello sendet von der Messe in Düsseldorf eine klare Botschaft: Der deutsche Markt bleibt für italienischen Wein von strategischer Bedeutung. Die Exporte bleiben stabil und Präsident Michele Noal bringt einen neuen Vorschlag ein – eine gemeinsame Teilnahme der drei Prosecco-Konsortien.
Die ProWein 2026 endete mit gemischten Signalen, das Consorzio Tutela Asolo Montello entschied sich dennoch, das Glas halb voll zu sehen. In einem Umfeld, das von geopolitischen Unsicherheiten und einem zunehmend zersplitterten internationalen Messeangebot geprägt ist, hat Präsident Michele Noal keinen Zweifel: »Wir werden weiterhin in die Messe und in den deutschen Markt investieren. Gerade in einer schwierigen Zeit hoffen wir sogar, dass sich der Teamgeist noch weiter stärkt.«
Deutschland bleibt eine Stütze der italienischen Exporte
Die Zahlen sprechen für sich: Laut einer Untersuchung der Unione Italiana Vini (UIV) erreichte der italienische Wein im Jahr 2025 einen Gesamtexport von 7,78 Milliarden Euro. Europa verzeichnete ein leichtes Wachstum (+0,5 %), und Deutschland bestätigt sich als einer der wichtigsten Referenzmärkte mit stabilen 1,14 Milliarden Euro (+0,5 %), trotz eines Rückgangs der Absatzmengen (-3,2 %).
Nach Angaben des Deutschen Wein Instituts (DWI) hat italienischer Wein mit 18% den höchsten Marktanteil aller Erzeugerländer in Deutschland, noch vor Spanien (14%) und Frankreich (11%).
In der Zwischenzeit wachsen auch die Niederlande (+5,6%) und Frankreich (+3,6%), was bestätigt, dass die Europäische Union das stabilste Gebiet für italienische Weinexporte im Jahr 2025 ist.
ProWein und die Schweiz: Zwei Meilensteine
Neben Deutschland ist die Schweiz mit Importen italienischer Weine im Wert von mehr als 400 Millionen Euro ein sehr wertvoller Markt. Für beide Länder bleibt die ProWein die wichtigste Referenzmesse – ein Termin, auf den der italienische Wein laut Noal nicht verzichten kann, auch nicht unter dem Druck neuer Veranstaltungen wie Wine Paris.
Die ProWein begann als eine Messe, die auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtet war. Im Laufe der Jahre wurde sie immer globaler und scheint heute zu ihren Ursprüngen zurückzukehren. Eine Entwicklung, die nachdenklich stimmen muss, die aber nicht den Verzicht auf einen so wichtigen Termin rechtfertigen kann.
– Michele Noal
Eine Allianz zwischen Konsortien zur Schaffung eines Systems
Die eigentliche Neuigkeit liegt vielleicht in dem Vorschlag, den Noal am Rande der Messe macht: Er regt an, an der nächsten ProWein-Ausgabe gemeinsam mit dem Konsortium Conegliano Valdobbiadene Prosecco und dem Konsortium Prosecco DOC teilzunehmen. Das ist ein Zeichen für die Reife des Prosecco-Systems, das sich auf internationalen Märkten mit einer einheitlichen und stärkeren Stimme präsentieren möchte.
Das Consorzio Tutela Asolo Montello hat seine Teilnahme an der nächsten Ausgabe bereits bestätigt und plant, den Ausstellungsbereich auch für Rotweine zu erweitern – insbesondere für den Montello DOCG und den Montello Asolo DOC, die als Aushängeschilder einer Region gelten, die zunehmend international ausgerichtet ist.