Prosecco DOC ist meistgetrunkener italienischer Schaumwein der Welt
Durch wachsende Produktion, 164 Zielmärkte und den Sprung der Franzosen auf Platz drei, vor Deutschland ist Prosecco DOC absoluter Exportmeister. In der Zwischenzeit setzt sich das Konsortium für eine neue Zertifizierung als nachhaltige Gemeinde ein.
Prosecco DOC ist der meistverkaufte italienische Schaumwein der Welt. Das wird durch das Consorzio di Tutela bestätigt, das die Bilanz 2025 trotz der internationalen Instabilität zwischen Inflation und Zöllen mit schwarzen Zahlen abgeschlossen hat. Tatsächlich wurden 667 Millionen Flaschen produziert, von denen mehr als 82 Prozent in 164 Länder rund um den Globus exportiert wurden. Der Gesamtwert der Produktion erreichte 3,6 Milliarden Euro.
»Diese Zahl bestätigt die Widerstandsfähigkeit unserer Herkunftsbezeichnung in einem Jahr, das durch eine starke Instabilität der Weltwirtschaft gekennzeichnet war«, so Giancarlo Guidolin, Präsident des Konsortiums zum Schutz des Prosecco DOC. »Unsere Herkunftsbezeichnung hat ihre Widerstandsfähigkeit dank der kompakten Arbeit der gesamten Lieferkette bewiesen: der Winzer, der Weinhersteller und der Schaumweinproduzenten. Diese Synergie in Verbindung mit unserem ständigen Engagement für den Verbraucherschutz ermöglicht es uns, komplexen internationalen Szenarien mit Ausgewogenheit und Weitsicht zu begegnen.«
Zu den Überraschungen des Jahres 2025 gehört der französische Markt, auf dem der berühmte italienische Schaumwein seit einiger Zeit im Aufwind ist. Durch den Anstieg der Exporte rückt Frankreich auf den dritten Platz vor und überholt damit Deutschland unter den wichtigsten Märkten für die Denomination.
Export, zwischen Bestätigungen, Überraschungen und abnehmenden Situationen
Die Exportlandschaft ist sehr differenziert und alles andere als vorhersehbar, was die geopolitische Dynamik widerspiegelt, die diese heikle historische Phase kennzeichnet.
Im Zeitraum zwischen Jänner und September 2025 zeigen die Daten zu den internationalen Märkten je nach Zielort unterschiedliche Trends. Die Vereinigten Staaten bestätigten sich als erster Markt für den Prosecco DOC. Sie nahmen 23,8 Prozent der Exporte auf und wuchsen um 8 Prozent trotz der Zölle, die die Regierung von Donald Trump eingeführt hat. Es folgen das Vereinigte Königreich (+1,1%) und Frankreich, das mit einem deutlichen Wachstum (beeindruckende +21,1%) den dritten Platz unter den wichtigsten Märkten einnimmt, noch vor Deutschland (+3,1%).
Positive Entwicklungen sind auch in anderen etablierten oder aufstrebenden Märkten wie Griechenland (+22,4%) und Mexiko (+14,5%) zu verzeichnen, während andere Länder als Reaktion auf die lokale politische und wirtschaftliche Dynamik einen Umsatzrückgang verzeichnen.
Werbung und die neue nachhaltige Gemeinschaft
In diesem Zusammenhang wurden die Maßnahmen zum Schutz der Marke auf den globalen Märkten und die Werbekampagnen des Konsortiums entschlossen fortgesetzt, so dass im Jahr 2025 39 Länder abgedeckt waren. In diesen Märkten wurden allein für soziale Kampagnen 2,1 Milliarden Impressionen verzeichnet.
Im Jahr 2026 wird die Denomination eine führende Rolle als offizieller Schaumweinsponsor der Olympischen und Paralympischen Spiele 2026 in Mailand-Cortina spielen, ein globales Schaufenster von großer Bedeutung, um die Verbindung zwischen italienischer Weinqualität und dem Territorium zu stärken.
»Für das Jahr 2026«, so Giancarlo Guidolin abschließend, »wollen wir den Wert des Prosecco DOC konsolidieren und eine angemessene Rentabilität für die gesamte Lieferkette sicherstellen, in einem Szenario, das Aufmerksamkeit und Anpassungsfähigkeit erfordern wird.« In diesem Sinne wird die Nachhaltigkeit, wie der Präsident des Konsortiums betont, eine strategische Priorität sein: »Wir verfolgen ein ehrgeiziges Projekt zur Zertifizierung als nachhaltige Gemeinschaft nach der Norm ISO 37101, um die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bemühungen der Lieferkette in ein einheitliches und messbares System zu integrieren.«
Zu den weiteren Entwicklungsbereichen des Prosecco DOC gehört der niedrige Alkoholgehalt, für den sich das Konsortium an Initiativen in der Lieferkette beteiligt. »Das Projekt ›Low Alcohol‹ wird fortgesetzt , 8-9 Grad, um auf neue Konsumgewohnheiten zu reagieren, im Einklang mit unserem ständigen Aufruf zu verantwortungsvollem und bewusstem Konsum.«