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Bierabsatz in Deutschland auf historischem Tiefstand

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Der Bierabsatz in Deutschland fällt auf ein Rekordtief. Gleichzeitig boomen alkoholfreie Biere – ein Hoffnungsschimmer für die Branche?

Im ersten Halbjahr 2025 erreicht der Bierabsatz in Deutschland einen neuen Tiefstand. Das Statistische Bundesamt meldet mit rund 3,9 Milliarden Litern den niedrigsten Halbjahreswert seit Beginn der Erhebung 1993 – ein Minus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen sind Inlandsmarkt und Gastronomie, während Exporte aufgrund geopolitischer Unsicherheiten schwächeln.

Bereits Anfang 2024 warnte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bunds, im Falstaff-Interview vor dieser Entwicklung. Neben dem demografischen Wandel und einem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein sah er damals schon vor allem die Kaufzurückhaltung durch Inflation als gravierendes Problem: »Die Menschen geben weniger Geld aus – das belastet Handel, Gastronomie und unsere Brauereien.« Zudem wirken sich massiv gestiegene Produktionskosten aus: »So einen Kostenanstieg haben wir in den letzten Jahrzehnten nie erlebt.« Von Rohstoffen über Energie bis zu Personal und Logistik steigen die Preise, während ein ruinöser Preiskampf im Handel eine Weitergabe an den Verbraucher erschwert.

Trotz der Gesamtkrise gibt es einen wichtigen Hoffnungsträger: alkoholfreies Bier. Auch wenn es mit knapp neun Prozent Marktanteil nur einen kleinen Teil des Gesamtabsatzes der rund 1.500 deutschen Brauereien ausmacht, wächst dieses Segment rasant und ist für die Branche eine zentrale Zukunftsoption. Deutschland ist weltweit führend in der Produktion alkoholfreier Biere, deren Volumen sich seit 2007 mehr als verdoppelt hat. Andererseits bleibt Pils mit knapp 50 Prozent Marktanteil Deutschlands beliebteste Biersorte, gefolgt von hellen Bieren.


 

Redaktion
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