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Eintrittspreis für das Oktoberfest? Das sagt die Mehrheit

Oktoberfest
Preiserhöhung
München
Bier

Bier, Brezn und Blasmusik – dafür ist das Oktoberfest bekannt. Bald könnten jedoch für das berühmteste Volksfest der Welt Eintrittspreise verlangt werden. Ein Stimmungsbild der Deutschen.

Wenn es im September auf der Theresienwiese wieder heißt »O’zapft is!«, drängen sich Millionen Gäste zwischen Bierbänken, Fahrgeschäften und kulinarischen Ständen. Doch während die Maß Bier Jahr für Jahr teurer wird, wächst auch die Diskussion über die Finanzierung des größten Volksfests der Welt. Könnte ein Eintrittspreis die Lösung sein?

Eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag der Augsburger Allgemeinen zeigt, dass 46 Prozent der Bundesbürger einen Eintritt für angemessen halten würden. Besonders junge Erwachsene unter 30 sprechen sich mit 51 Prozent klar dafür aus. Die Motivation liegt auf der Hand: Überfüllte Festzelte, immer höhere Bierpreise und lange Wartezeiten sorgen dafür, dass das Oktoberfest zunehmend in Kritik gerät. Nur 27 Prozent lehnen den Vorstoß zu Eintrittspreisen klar ab.

Nicht mit Bayern?

Schaut man sich allerdings das Stimmungsbild der Bürger:innen im Freistaat an, zeichnet sich eine Skepsis ab: 45 Prozent der bayerischen Befragten lehnen Eintrittsgelder ab. Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter betont, dass die Wiesn ein Volksfest für alle bleiben solle – auch für Familien, die einfach nur flanieren wollen. »Das ist ein Volksfest, und das soll es auch bleiben«, sagt Reiter laut dpa. Unterstützung bekommt er von den Wirten, die den Vorschlag nicht nur aus Traditionsgründen ablehnen. Eintrittsgelder könnten den freien Zugang einschränken und das gemütliche Miteinander zerstören.

Der Vorschlag, Eintritt zu erheben, kam kürzlich vom bayerischen Bierbrauer-Präsidenten Georg Schneider. Er warnt davor, die Kosten des Festes allein über steigende Bierpreise zu finanzieren. Wie hoch der Eintritt ausfallen sollte, ließ Schneider jedoch offen – und überlässt damit der Debatte reichlich Spielraum. Am Ende legt die Diskussion eine grundlegende Frage offen: Wie modernisiert man ein Fest, das tief in der Kultur verankert ist, ohne seinen Charakter zu verlieren?


Redaktion
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