Das Gelbe vom Ei retten: Eigelb richtig aufbewahren und weiterverwenden
Beim Backen wird nur Eiweiß gebraucht und jetzt ist das Eigelb übrig? Wir zeigen warum Eigelb in der Küche viel zu schade zum Wegwerfen ist.
Wer gerne mit Eiweiß bäckt – sei es für luftige Desserts oder feines Gebäck – kennt das »Dilemma«: das Eigelb bleibt meistens übrig. In diesen Fällen lohnt sich hier ein kleiner Perspektivenwechsel – das Eigelb ist nicht nur ein Überbleibsel. Als echte Genusszutat verleiht es Pasta, Saucen und vielen weiteren Gerichten besondere Cremigkeit und Tiefe. Wir haben uns angesehen, wie Eigelb richtig gelagert wird und vor allem, wie es sich optimal weiterverarbeiten lässt.
Eigelb bleibt im Kühlschrank mehrere Tage frisch, wenn es gut geschützt gelagert wird. Dafür eignet sich ein kleines, luftdicht verschließbares Gefäß, in dem das Eigelb mit etwas Wasser oder Öl bedeckt wird – so wird idealerweise das Austrocknen verhindert. Wer Eigelb länger aufbewahren möchte, kann es aber auch einfrieren: Am besten portionsweise, etwa in Eiswürfelformen, und beschriftet. Tiefgekühlt hält es sich so bis zu zehn Monate und ist jederzeit einsatzbereit. Wer Eigelb bewusst weiterverwendet, spart nicht nur Lebensmittel, sondern kann sich zudem kulinarisch austoben.
Spaghetti Carbonara
Wir starten gleich mit einem herzhaften Klassiker, für den sich Eigelb besonders gut eignet: Spaghetti Carbonara. Übrig gebliebenes Eigelb macht sich hier besonders gut, weil es der Sauce die typische Cremigkeit verleiht und die Aromen ideal miteinander verbindet. Das Prinzip lässt auch bei einer vegetarischen Version der Sauce gut anwenden.
Creme Brulee
Lust auf Creme Brulee? Kein Problem: auch hier ist übrig gebliebenes Eigelb ideal. Es sorgt nämlich für die samtige, cremige Textur und die goldene, zarte Oberfläche – genau das, was diesen Dessert-Klassiker so unwiderstehlich macht.
Tartes und Puddings, Curds
Übrig gebliebenes Eigelb ist ideal für Tartes, Puddings und Curds – es macht die Füllungen cremig und sorgt vor allem für eine geschmeidige Textur, die Desserts und Gebäck richtig besonders macht. Gleichzeitig bindet das Eigelb die Zutaten, sodass die Masse beim Backen oder Kochen stabil bleibt. Außerdem verstärkt es den Geschmack, gibt eine schöne Farbe und verleiht den Desserts eine zarte Konsistenz.
Selbstgemachte Mayonnaise
Übrig gebliebenes Eigelb ist auch für selbstgemachte Mayonnaise ein echter Gewinn. Es sorgt für die cremige Basis, an der sich Öl und Gewürze perfekt verbinden, und verleiht der Sauce die typische samtige Konsistenz. Gleichzeitig sorgt das Eigelb dafür, dass die Mayonnaise stabil bleibt und sich leicht auf Salate, Sandwiches oder als Dip verteilen lässt – ganz ohne Zusatzstoffe.
Kurzum: Übrig gebliebenes Eigelb? Einfach weiterverwenden – ob für cremige Desserts, würzige Saucen oder herzhafte Gerichte, damit wird jeder Bissen gleich noch ein bisschen besser.