Zum Inhalt springen
© Sühring

Deutsches Fine Dining erobert Bangkok: Sühring-Brüder steigen in die Drei-Sterne-Liga auf

Guide Michelin
Thailand
Auszeichnung

Von DDR-Küche zu drei Michelin-Sternen: Die Sühring-Brüder bringen deutsches Fine Dining nach Bangkok – und erobern als zweites Restaurant Thailands den kulinarischen Olymp.

Der Guide Michelin Thailand 2026 ist erschienen und bewertet insgesamt 468 Restaurants. Auffällig: Die thailändische Spitzengastronomie bleibt ein Schmelztiegel aus Tradition und Innovation. Internationale Köche bringen frische Perspektiven ein, während einheimische Küchenprofis die regionalen Aromen weiterentwickeln. Nachhaltigkeit, saisonale Produkte von Kleinbauern und kreative Kombinationen aus Speisen und Getränken prägen das Bild der aktuellen Szene.

Mitten in dieser kulinarischen Landschaft feiern die Sühring-Brüder ihren bisher größten Triumph. 2018 erstmals mit einem Stern ausgezeichnet, 2019 auf zwei Sterne aufgestiegen und sieben Jahre lang auf diesem Niveau gehalten, erreicht das Restaurant 2026 die begehrten drei Sterne. Untergebracht in einer ehemaligen Botschafter-Residenz im Stadtteil Yan-Nawa, serviert das »Sühring« ein modernes deutsches Degustationsmenü, inspiriert von Familienrezepten, Kindheitserinnerungen und internationalen Reisen. Saisonale Zutaten werden nach traditionellen Methoden wie Fermentieren, Einlegen und Pökeln verarbeitet – jedes Gericht ein sorgfältig komponiertes Kunstwerk. »Endlose Dankbarkeit!«, kommentieren die Brüder kurz und emotional ihren Aufstieg.

Von Marzahn nach Bangkok

Die Reise der Sührings begann in Ostberlin, wo sie die DDR-Küche ihrer Großmütter prägte. Heute fließen diese Erinnerungen in Signature-Gerichte wie Rinderroulade im Speckmantel mit Tatar und gesäuerter Rotkohlsauce, Allgäuer Käsespätzle mit weißem Trüffel oder sieben Tage gereifte, in Heu geräucherte Ente ein. Kultstatus haben auch die Haselnusswaffeln mit Entenleber, serviert in einer an Hanuta erinnernden Verpackung – »Entella« genannt.

Neben dem Sühring gibt es Aufsteiger wie »Anne-Sophie Pic at Le Normandie«, das auf Anhieb zwei Sterne erhält, geführt vom japanischen Küchenchef Tamaki Kobayashi. Auch das indische Restaurant »INDDEE« steigt auf zwei Sterne. Unter den Ein-Sterne-Neuzugängen finden sich mit »Bo.lan«, »Cannubi by Umberto Bombana« und »etcha« weitere spannende Häuser, die Tradition und Moderne verbinden.

Doch nicht alle Hoffnungen wurden erfüllt: Chef Pam, aktuell The World’s Best Female Chef 2025, verpasst mit ihrem Restaurant »Potong« den erhofften zweiten Stern, ebenso wie Gaggan Anand.


10 Soi Yen Akat 3
10120 Bangkok
Thailand
Redaktion
Mehr zum Thema
1 / 12