»Pasta-Streit« zwischen Italien und den USA
Der US-Präsident Donald Trump und die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni machen Teigwaren zur Machtfrage.
Für amerikanische Fans italienischer Küche brechen bald harte Zeiten an: Ab Jänner 2026 tritt in den USA ein Sonderzoll auf Pasta aus Italien in Kraft. Zwischen Washington und Rom ist ein regelrechter »Pasta-Krieg« entbrannt. Wie es dazu kam? Laut einem offiziellen Dokument des US-Handelsministeriums wurden im Rahmen einer routinemäßigen Prüfung 18 Unternehmen kontrolliert. Der Antrag dazu kam von konkurrierenden Produzenten. Der Vorwurf: Italienische Importe käme zu Dumpingpreisen ins Land, was den heimischen Herstellern schade. Was folgte, war die drohende Einführung eines Strafzolls von 91,74 Prozent. Zusammen mit dem bereits bestehenden Zoll von 15 Prozent ergibt sich so eine Gesamtbelastung von fast 107 Prozent. Ein Wert, der für die italienische Lebensmittelbranche enorme Herausforderungen nach sich ziehen könnte.
Katastrophe für Pasta-Hersteller
Die Angst vor einem derartigen Strafzoll ist groß und so schlägt nicht nur Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida, sondern auch der Präsident des Bauernverbands »Coldiretti«, Ettore Prandini Medienberichten zufolge Alarm. Für ihn wären 107 Prozent Strafzoll nicht nur ein harter Schlag für amerikanische Familien in Zeiten der schwierigen wirtschaftlichen Lage, sondern damit wäre in späterer Folge auch der Weg für »italienisch-klingende Imitate« geebnet.
Gesamte Lebensmittelbranche betroffen
Diese »Super-Zölle« betreffen nicht nur Pasta-Produzenten. Sollte er tatsächlich Anfang 2026 in Kraft treten, könnte die gesamte italienische Lebensmittelindustrie darunter leiden. In Rom und Washington laufen deshalb intensive Verhandlungen.