Frische Kräuter für Balkon und Garten: So gelingt der Start
Wer gerne frisch kocht, kommt an Kräutern nicht vorbei. Noch besser schmecken sie, wenn sie auf dem eigenen Balkon oder im Garten wachsen – und genau jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um damit loszulegen.
Frühling liegt in der Luft – und mit ihm der perfekte Zeitpunkt, den eigenen Kräutergarten zu starten. Ob auf dem Balkon, der Fensterbank oder im Garten: Frische Kräuter bringen Aroma, Farbe und Vitamine in die Küche. Und das Beste? Viele von ihnen gedeihen auch auf kleinem Raum. Vorausgesetzt, man weiss, wann und wie sie gepflanzt werden wollen.
Der richtige Zeitpunkt
Viele Küchenkräuter sollten jetzt, im Frühling, gesät oder gepflanzt werden. Besonders mehrjährige Arten wie Thymian, Salbei oder Bohnenkraut fühlen sich bei steigenden Temperaturen wohl. Frostempfindliche Kräuter wie Basilikum sollten jedoch erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freie – sonst droht Kälteschock.
Der richtige Standort
Eine einfache Faustregel hilft bei der Platzwahl: Sonnige Plätze lieben mediterrane Kräuter mit kleinen festen Blättern: Rosmarin, Thymian oder Oregano. Basilikum ist auch ein mediterranes Kraut, mag aber keine pralle Mittagssonne. Halbschatten bevorzugen Kräuter mit weichen, grossen Blättern wie Petersilie, Pfefferminze oder Schnittlauch. Heiss und trocken mögen behaarte Blätter – wie bei Salbei oder Bohnenkraut.
Kräuter brauchen wenig Platz – ideal für Balkon oder Fensterbank. Damit sie gut gedeihen, sollten Töpfe Abzugslöcher haben und in drei Schichten befüllt werden:
- Blähton als Drainage
- Gartenvlies
- Erde bis knapp unter den Giessrand.
Wichtig: Die Erde setzt sich mit der Zeit. Einfach nachfüllen – das regt neue Wurzelbildung und das Wachstum an. Geeignet für die Topfkultur sind unter anderem Basilikum, Dill, Kresse, Oregano, Petersilie, Pfefferminze, Schnittlauch und Thymian.
Kräuter-WG? Nicht alle vertragen sich
Während einige Kräuter ihr gegenseitiges Wachstum fördern – wie zum Beispiel Petersilie und Majoran oder Salbei und Bohnenkraut, hemmen sich andere. Folgende Kräuter-Kombis sollte man vermeiden:
- Petersilie und Schnittlauch
- Pfefferminze und Salbei
- Estragon und Rosmarin
- Majoran und Thymian
- Dill und Salbei
Aber: In einem grossen Beet mit Platz und gutem Bodenmangement könnten sie sich vertragen.
Vom Gesteck zur langfristigen Pflanze
Sie entdecken im Laden ein schönes Gesteck mit Basilikum oder Rosmarin. Voller Freude nehmen Sie es mit nach Hause. Einige Tage oder Wochen später beginnt der Frust: Der Basilikum welkt dahin, der Rosmarin wird holzig. Damit das nicht passiert, kommt hier die Anleitung, wie sich diese zwei beliebten Kräuter bei Ihnen zu Hause einleben und langfristig gedeihen.
- Feuchte, nährstoffreiche Erde verwenden.
- Regelmässig giessen, aber Staunässe vermeiden.
- Blüten frühzeitig abzupfen – sie hemmen das Blattwachstum.
- Auch Rosmarin profitiert von einem neuen Topf, braucht aber deutlich weniger Pflege beim Umtopfen.
- Bevorzugt durchlässige und magere Erde verwenden, ideal mit etwas Sand.
- Wichtig: Rosmarin sollte man regelmässig zurückschneiden, sonst verholzen die Triebe und der Ernteertrag sinkt.