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Studie zeigt: Teebeutel geben Millionen Mikroplastikpartikel ab

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Laut einer neuen Studie setzen Teebeutel beim Aufbrühen Milliarden von Mikroplastikpartikeln frei. Die Auswirkungen auf unseren Körper sind noch unklar, doch die Ergebnisse lassen aufhorchen.

Teebeutel sind offenbar nicht nur Quelle für eine wohltuende Tasse Tee, sondern auch für eine unsichtbare Gefahr: Mikroplastik. Eine aktuelle Studie von Forschern der Autonomen Universität Barcelona, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Chemosphere im Dezember 2024, zeigt, dass herkömmliche Teebeutel aus Kunststoff wie Nylon-6 und Polypropylen beim Aufgießen in heißem Wasser Milliarden von Mikroplastik- und Nanoplastikpartikeln freisetzen, die dann vom Verbraucher aufgenommen werden. Dies könnte potenziell gravierende gesundheitliche Folgen haben.

Laut den Forschern setzen Teebeutel aus Polypropylen allein etwa 1,2 Milliarden Mikroplastikpartikel pro Milliliter frei. Cellulosebeutel geben ca. 135 Millionen Partikel pro Milliliter ab, während Nylon-6 immerhin noch 8,18 Millionen Partikel freisetzt. Diese winzigen Kunststoffpartikel haben eine durchschnittliche Größe von 136,7 Nanometern bis hin zu 244 Nanometern. Da die Partikel so klein sind, können sie in den menschlichen Körper gelangen. Besonders alarmierend für die Forscher: die Partikel können in die Zellkerne vordringen – ein Hinweis darauf, dass Mikroplastik in der Lage ist, das Erbgut zu beeinflussen und möglicherweise langfristige gesundheitliche Risiken birgt.

Umwelt ebenfalls gefährdet

Neben den gesundheitlichen Risiken wird in der Studie der Autonomen Universität Barcelona auf die Dringlichkeit hingewiesen, standardisierte Testmethoden zur Messung der Mikroplastikbelastung von Lebensmittelverpackungen zu entwickeln, um wirksame Regulierungsmaßnahmen zu ergreifen. Die zunehmende Verwendung von Plastik in der Lebensmittelverpackung stelle eine wachsende Bedrohung dar, die nicht nur das menschliche Wohlbefinden, sondern auch die Umwelt gefährdet.

Die Folgen der Mikroplastikbelastung in Teebeuteln sind bislang noch nicht vollständig erforscht, jedoch deuten erste Ergebnisse auf potenziell toxische, entzündliche und hormonelle Auswirkungen hin. Um das Risiko zu minimieren, empfehlen Experten, auf losen Tee umzusteigen, der nicht nur Mikroplastik, sondern auch Verpackungsmüll reduziert. Wer dennoch Teebeutel bevorzugt, sollte darauf achten, auf Marken zu setzen, die plastikfreie und abbaubare Beutel verwenden.

Genaue Auswirkungen noch unklar

Zu den sichereren Optionen gehören Tees, die in biologisch abbaubaren Materialien verpackt sind. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass insbesondere Teebeutel ohne Kunststoffkleber – etwa bei Tees aus biologischem Anbau – eine bessere Wahl darstellen. Auch wenn die vollständigen Auswirkungen von Mikroplastik auf den menschlichen Körper noch erforscht werden, sei es klug, durch bewusste Kaufentscheidungen einen Beitrag zur Reduktion von Mikroplastikbelastung zu leisten.

Besonders in der Zukunft könnte die Mikroplastik-Verschmutzung in der Umwelt weiter zunehmen, und Bienen sind bereits als besonders gefährdete Tiere ausgemacht. Prognosen, wie sie von der Umweltschutzorganisation Greenpeace erstellt wurden, gehen davon aus, dass sich die Mikroplastik-Verschmutzung bis 2040 verdoppeln könnte.


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Redaktion
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