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© Dieter Sieg

Hannover: »Jante« erweitert um »Jante Studio«

Neueröffnung
Niedersachsen
Fine Dining

Spontan auf nur einen Gang vorbeischauen? Im Fine Dining lange undenkbar. In Hannover wird genau das jetzt möglich.

Das Restaurant »Jante« in Hannover gehört seit Jahren zu den konstanten Adressen der deutschen Spitzengastronomie: eröffnet 2015 von Tony Hohlfeld und Mona Schrader, folgte bereits 2016 der erste, 2020 der zweite Michelin-Stern. Klare Linie, lange Abende, viel Planung: So kennt man das »Jante«. Jetzt kommt Bewegung ins Konzept.

Mit dem »Jante Studio« entsteht im vorderen Bereich des Restaurants ein eigenständiges Format. Abgetrennt durch einen Vorhang, neu gestaltet mit hohen Marmortischen und bewusst informeller Atmosphäre, erinnert der Raum eher an eine Weinbar mit Bistro-Charakter als an klassische Sternegastronomie. Geöffnet ist es seit dem 8. April mittwochs bis samstags ab 18 Uhr, samstags zusätzlich bereits ab 12 Uhr.

Eine einfache Frage

Die Idee entstand im laufenden Betrieb. Immer wieder fragten Gäste, ob ein kurzer Besuch möglich sei – ein Gang, ein Glas, ohne gleich das gesamte Menü zu buchen. Was zunächst als Randnotiz aufgenommen wurde, wird nun zum eigenständigen Konzept: ein niedrigschwelliger Zugang zu einer Küche, die bislang vor allem im Rahmen eines langen Abends erlebbar war.

Im Studio wird nun à la carte serviert. Die sogenannten »Studio Bites« kommen direkt aus der Küche des Zwei-Sterne-Teams – allerdings in einer Form, die flexibler gedacht ist.

Die Karte reicht von einfachen Einstiegen wie Brot & Butter (11 Euro) oder Pilzcracker (7 Euro) bis zu Ravioli mit Eigelb (26 Euro). Daneben stehen Gerichte wie Fish & Chips oder Fried Chicken mit Mimolette (je 28 Euro, mit 30 Gramm Kaviar 55 Euro). Wer tiefer einsteigen will, findet Hummer mit Bärlauch (59 Euro), ein Sandwich Rossini (55 Euro) oder Kaviar-Variationen – etwa »Kaviar Pervers« mit Kartoffel für 89 Euro. Auch Desserts bleiben auf diesem Niveau: Tête de Moine mit Fallobst (24 Euro) oder ein Lava Cake mit weißem Trüffeleis (20 Euro), jeweils optional mit Kaviar ergänzt.

Kein Dresscode, keine Reservierung

Das Getränkekonzept spiegelt die gleiche Bandbreite. Glasweise ausgeschenkt wird unter anderem ein Charles Heidsieck Brut 2006 (29 Euro für 0,1 Liter). Dazu kommen Weine vom Weingut Espenschied aus Rheinhessen, ein Tannenzäpfle oder klassische Bar-Drinks wie Espresso Martini und Negroni.

Der entscheidende Unterschied liegt im Zugang: Für das Studio braucht es weder Reservierung noch formelle Kleidung. Einfach vorbeikommen, Platz nehmen – oder auch wieder gehen.

Gleichzeitig bleibt das eigentliche Restaurantkonzept unangetastet. Der hintere Bereich funktioniert weiterhin als klassisches Fine-Dining-Erlebnis mit Menüstruktur. Langfristig soll das Studio auch Raum für zusätzliche Formate bieten – von Winzerabenden bis hin zu kleineren Veranstaltungen oder privaten Anlässen.

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Tony Hohlfeld kreiert Genussmomente abseits vom Mainstream. Seine Gerichte sind schillernd, bisweilen gewagt, aber niemals provokant. Die Weine von Mona Schrader setzen der Küche...
Marienstraße 116
30171 Hannover
Deutschland
Redaktion
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