Hype um John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette: Das geheime Hochzeitsmenü
Vor allem die junge Generation hat durch die TV-Serie »Love Story« die »American Royals« für sich entdeckt. Nicht nur in Sachen Liebe kann man von ihnen lernen, denn auch das Hochzeitsmenü setzt ein kulinarisches Statement: Es glänzt mit Zurückhaltung und Eleganz.
Der Hype um die »Love Story« beruht auf der großen Faszination für den Kennedy-Mythos – eine Familie, die wie keine andere für politische Macht, gesellschaftlichen Glamour und dramatischen Absturz steht. Die erfolgreiche FX-Miniserie verfilmt die Liebesgeschichte von John und Carolyn, vom Kennenlernen bis zu ihrem tragischen Ende. Die Bilder wirken fast wie ein Modemagazin der 90er-Jahre: Ein Binge eröffnet eine Welt von Luxus, Lifestyle und Nostalgie nach einer Zeit, in der weniger noch mehr war.
Traumhochzeit
Der 21. September 1996 war regnerisch, für die meisten jedoch ein Tag wie jeder andere. Nicht aber für Präsidentensohn John F. Kennedy Jr. und seine Verlobte Carolyn Bessette. Bessette war erst bei Calvin Klein als Verkäuferin tätig, und schließlich als PR-Managerin. Die Stilikone war »edgy« auf die gute Art: kühl, eigenwillig und nicht bereit, sich anzupassen. Kein Wunder also, dass die Feierlichkeiten ganz nach den Regeln des Hochzeitspaares spielten. Rund 40 Gäste wurden heimlich auf die Cumberland Island in Georgia eingeflogen. Eine Zurückhaltung, die die von Carolyn Bessette gehassten Paparazzi bestimmt nicht zu schätzen wussten. Es war kein öffentliches Spektakel oder mediales Dauerfeuer, sondern eine kleine Feier mit den engsten Freunden und Bekannten des Paares.
Das Menü
2019 wurden dann die Hochzeitsvideos des besten Freundes von Kennedy öffentlich. Die Feierlichkeiten fanden im »Greyfield Inn« statt. Dort angekommen war Sous-Chef Jodee dabei die Küche regelrecht in Feuer zu legen, um das Menü rechtzeitig zur Ankunft der Gäste auftischen zu können. Zum Auftakt des Menüs wurden frische Artischocken mit Balsamico-Vinaigrette serviert. Der Hauptgang: ein Freilandkapaun mit Wildpilzen, begleitet von »Irish Potatoes« – gerösteten, typisch irischen Kartoffeln mit Rosmarin – und einem Patty Pan Squash (Patisson-Kürbis) mit frischen Kräutern. Die pochierten Artischocken bildeten den kulinarischen Abschluss. Das gesamte Menü orientierte sich an der Ästhetik der 90er Jahre: simpel, aber elegant und bewusst komponiert.
Während das Hochzeitsmenü dokumentiert wurde, blieb ein Detail unklar: die Hochzeitstorte. Das dreistöckige Dessert wäre sicher ein Instagram-Highlight gewesen, doch diese Feier war nicht für die Augen der Welt inszeniert. Sie war exklusiv, elegant und authentisch. Die Geschichte zeigt zwar den ungezwungenen Luxus, aber lebt bis heute davon, nicht vollständig erzählt werden zu können.