Ist der »Shirley Temple« das Trendgetränk 2026 aus den USA?
Gleich zwei US-amerikanische Soda-Hersteller haben eine Limited Edition mit »Shirley Temple«-Geschmack auf den Markt gebracht. Wird so ein Publikum angesprochen, das neugierig auf nicht-alkoholische Alternativen ist?
Fast hundert Jahre hat der alkoholfreie Cocktail »Shirley Temple« bereits auf dem Buckel. Zubereitet wird er mit Ginger Ale oder Zitronenlimonade, Grenadine und Kirschen und erlebt zuletzt ein Comeback – auch wegen des Dry January. Gleich zwei US-Marken für präbiotische Limonaden, »Olipop« und «Poppi«, brachten Drinks auf den Markt, die vom Kirsch-Zitrus-Cocktail inspiriert sind. Damit reihen sie sich in die Liste anderer Getränkehersteller, die sich vom »Shirley Temple« inspirieren ließen, darunter »7Up«, »Bloom Pop« und »Slice«.
Die Gründe dafür, dass der »Shirley Temple« aktuell so gefragt ist, sind vielfältig. Einerseits weckt der Mocktail bei vielen nostalgische Gefühle, andererseits spricht er aber auch die wachsende Gruppe von Personen an, die sich für antialkoholische Getränke interessieren. Weiters ist er schnell und einfach zubereitet und lässt sich ohne größere Probleme modifizieren. Vance Henderson, US-Markenbotschafter für Hendrick's Gin, erklärt im Gespräch mit der USA TODAY, dass sich der farbenfrohe Drink außerdem gut für Social Media inszenieren lasse und somit auch für ein jüngeres Publikum so attraktiv sei.
Auch auf TikTok und Google klettern die Suchanfragen nach dem »Shirley Temple« in die Höhe. Besonders auf der Social-Media-Plattform TikTok teilen die Nutzer:innen ihre Begeisterung für die neuen »Shirley Temple«-Drinks – und bezeichnen sie unter anderem als »pure Nostalgie«.
Mythos Shirley Temple
Die alkoholische Variante des »Shirley Temple«, der »Dirty Shirley«, wird übrigens mit Wodka, Gin, Tequila oder Wermut zubereitet.