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Lemon Posset: Britische Raffinesse trifft auf sommerliche Frische

Rezept
Dessert
Zitrone

Artverwandt mit der französischen Crème brulée und der italienischen Panna Cotta, ist das zarte britische Lemon Posset ein echter Kultklassiker unter den cremigen Desserts.

Seinen Ursprung hat das Lemon Posset im mittelalterlichen England, wo es zunächst als warmes Getränk im Umlauf war. So wurden Milch oder Sahne mit Ale oder Sherry geronnen und mit Gewürzen aromatisiert, um als Heilmittel eingesetzt zu werden. Wie tief verankert Possets in der britischen Geschichte sind, sieht man daran, dass sogar William Shakespeare (1564-1616) den dünnflüssigen Trank in seinen Theaterstücken erwähnte. Interessanterweise plant Lady Macbeth in der Tragödie »Macbeth« just mit Hilfe eines Possets König Duncan zu vergiften.

Nachdem das Lemon Posset zwischenzeitlich in Erinnerung geraten war, machte es im 19. Jahrhundert ein Comeback, jedoch leicht abgeändert als dickere Creme. In der modernen Version des Desserts wird eine Mischung aus Sahne und Zucker lediglich mit Zitronensaft zum Stocken gebracht und formt so einen sagenhaft leichten Pudding.

Creme ist nicht gleich Creme

Während die Vanillecreme der Crème brûlée mit Eigelb angedickt wird und daraufhin im Ofen oder im Bain-Marie pochiert wird, und Gelatine zum Festigen der Panna Cotta verwendet wird, basiert die Konsistenz der Creme des Lemon Possets vollständig auf der Zitronensäure und erfordert nach kurzem Aufkochen keinen weiteren Garprozess.

In seiner schlichten Natur (sage und schreibe nur drei Zutaten!) besticht das Lemon Posset nicht nur durch seine leichte Zubereitung, sondern auch durch seinen zitronigen Geschmack, der an warmen Sommertagen eine willkommene Erfrischung bietet. Angerichtet in ausgehöhlten Zitronenschalen und mit frischen Beeren oder Minze garniert ist dieses britische Dessert ein echter Hingucker auf jeder Gartenparty.

Zum Rezept:

Emilia Rieth
Autor
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