Nachgefragt: Auf diese unterschätzte Kochtechnik setzen Top-Gastronomen
Dämpfen, marinieren oder schmoren: Köch:innen verraten, welche Zubereitungsmethoden oft vernachlässigt werden – und warum genau sie den Unterschied im Geschmack machen können.
Tim Raue
Restaurant Tim Raue, Berlin
Ich dämpfe sehr gerne, da Gemüse dabei nicht auskocht. Für weißen Fisch ist es meine bevorzugte Zubereitungsmethode, weil der Fisch besonders saftig bleibt und sein Geschmack dadurch definiert wird, dass er in seinem originalen Habitat gegart wird.
© Nils HasenauJulian Stieger
Rote Wand Chefs Table, Lech am Arlberg
Unterschätzt wird auf jeden Fall generell Marinieren. Zum Beispiel: nicht jeder weiß, wie man Salat ordentlich und schmackhaft zubereitet – den hat wohl jeder schon einmal halbherzig serviert bekommen.
Gül, Zürich
Bernhard Zimmerl
Restaurant Zimmerl, Waidhofen an der Thaya
Schmoren. Das Fleisch gart im eigenen Saft und bringt einfach ein schönes Geschmacksprofil hervor.
© Lukas M. GrossThomas Dorfer
Landhaus Bacher, Mautern an der Donau
Ich finde, dass das Poelieren zu selten angewandt wird. Diese zarte Zubereitung ist gerade bei Fisch und Geflügel sehr passend. Aber auch weißer Spargel oder Artischocken lassen sich so perfekt zubereiten!
© Günther StandlLauryn Therin
Boca, Wien
Ich liebe es, Lebensmittel kalt zu räuchern. Diese Leidenschaft stammt aus meiner Kindheit in Neuseeland, als wir an der Ostküste der Nordinsel gemeinsam mit meinen Onkeln und Tanten fischen gingen. Manchmal – wenn wir Glück hatten – waren auch andere Familienmitglieder und Freunde unterwegs, fingen Aale oder holten Reusen mit Flusskrebsen ein. Diese genossen wir dann zusammen mit Māori-Brot, geröstetem Gemüse und Salaten. Der Duft von geräuchertem Fisch und Meeresfrüchten wird mich immer an diese besonderen, schönen Momente zurückversetzen.
© PION STUDIO