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Neue Studie zeigt: Frühstück aufschieben ist schädlicher, als man denkt

Wissenschaft
Frühstück
Gesundheit

Eine Langzeitstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen fast 3.000 Erwachsenen, deren Essenszeiten und den Auswirkungen auf die Gesundheit.

Schon in jungen Jahren wird uns angeraten, zumindest eine Kleinigkeit am Morgen zu essen, damit wir genug Energie für den Tag haben. Dieses gelernte Essverhalten führt sich in vielen Fällen im Schulalter fort und mit zunehmendem Alter ändern sich auch unsere Essgewohnheiten.

Genau das zeigt eine neue Studie von Forsch:innen der Universität Manchester. Sie legt außerdem offen, inwiefern veränderte Essenszeiten sich auch auf unsere Gesundheit auswirken.

Massive Datenmenge analysiert

Um zu verstehen, wie sich veränderte Essensgewohnheiten auf den Körper auswirken können, haben die Forscher:innen in einem Zeitraum von rund 50 Jahren erhobene Daten von insgesamt 3.000 älteren Erwachsenen analysiert. Die Langzeitstudie »Longitudinal Study of Cognition in Normal Healthy Old Age« wurde von der Universität Manchester durchgeführt.

Neben den Essgewohnheiten gaben die Teilnehmenden über Jahrzehnte hinweg außerdem immer wieder Auskunft zu ihrer Gesundheit. Die ersten Ergebnisse ließen nicht lange auf sich warten: »Wir stellten fest, dass Menschen mit zunehmendem Alter dazu neigten, später zu frühstücken und zu Abend zu essen«, hieß es in der Studie. Diese Veränderung galt insbesondere für das Frühstück. Den Ergebnissen zufolge verschob sich die Frühstückszeit im Laufe der fünf Jahrzehnte, die die Studie umfasste, um durchschnittlich etwa 45 Minuten.

Essensrhythmus und Genetik

Während der Studie beobachteten die Forscher:innen außerdem, dass Veränderungen im Essensrhythmus sowohl mit der Gesundheit als auch mit der Genetik zusammenhängen. Beispielsweise neigten Menschen, die häufig über Müdigkeit klagten, eher dazu, das Frühstück hinauszuzögern.

Sie stellten außerdem fest, dass ein späteres Frühstück »durchweg mit Depressionen und Angstzuständen in Verbindung stand«. Im Wesentlichen verschob sich der Essensrhythmus der Menschen mit zunehmendem Alter umso mehr, je mehr gesundheitliche Probleme sie angaben. Was die Genetik betrifft, stellten sie fest, dass Personen, die dazu neigten, »Nachtschwärmer« zu sein, auch dazu neigten, ihre Mahlzeiten später einzunehmen.

Die Teilnehmer:innen der Studie mussten immer wieder Angaben zu ihren Essgewohnheiten und ihrem Gesundheitszustand machen.
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Die Teilnehmer:innen der Studie mussten immer wieder Angaben zu ihren Essgewohnheiten und ihrem Gesundheitszustand machen.

Ergebnisse der Studie

Die Forscher prüften, wie sich spätere Essenszeiten langfristig auf die Gesundheit auswirken – mit eher ungünstigen Ergebnissen für jene, die ihre Mahlzeiten zunehmend nach hinten verschieben. »Bisher wussten wir nur wenig darüber, wie sich Essenszeiten im Alter verändern und welchen Einfluss das auf Gesundheit und Lebenserwartung hat«, erklärt Dr. Hassan Dashti, Hauptautor der Studie und Ernährungswissenschaftler am Massachusetts General Hospital.

Die Forscher stellten fest: Wer seine Mahlzeiten über die Jahre immer später einnimmt, hat langfristig Nachteile für die Gesundheit. »Bisher war kaum bekannt, wie sich veränderte Essenszeiten im Alter auf Gesundheit und Lebenserwartung auswirken«, so Studienleiter Dr. Hassan Dashti vom Massachusetts General Hospital. Die Autor:innen erklärten, dass ihre Studie zwar keinen kausalen Zusammenhang nachweisen kann, aber sie weisen auf eine starke Korrelation zwischen beiden Faktoren hin und fügen hinzu, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um vollständig zu verstehen, warum dies geschieht und was dies für die Pflege älterer Patienten bedeuten könnte.


 

Redaktion
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