So wird Staffel 2 von »Raus aus Teufelsküche« mit Alain Weissgerber
Am 5. Mai startet die neue Staffel von »Raus aus Teufelsküche«. Im Gespräch mit Falstaff erzählt Alain Weissgerber, was ihn bei den Dreharbeiten besonders überrascht hat.
Es wird wieder gekocht, diskutiert und entschieden: Die zweite Staffel von »Raus aus Teufelsküche« startet am 5. Mai auf JOYN und PULS 4 und zeigt erneut, wie Sternekoch Alain Weissgerber österreichische Gastronomiebetriebe an entscheidenden Wendepunkten begleitet. Diesmal geht es noch tiefer hinein – in Küchen, Kalkulationen und Konflikte, die weit über den Tellerrand hinausreichen.
48 Stunden Zeit
Ob Traditionsgasthaus, Familienbetrieb oder Heuriger: In fünf neuen Folgen werden innerhalb von 48 Stunden Konzepte, Abläufe und kulinarische Ausrichtungen neu gedacht. Unterstützt wird Weissgerber in dieser Staffel von Set-Designerin Julia Grevenkamp, die den betroffenen Betrieben mit farbenfrohen, atmosphärischen Neugestaltungen neuen visuellen und emotionalen Schwung verleihen soll.
»Staffel 1 war ein Experiment. Staffel 2 war Arbeit«, verrät Weissgerber gegenüber Falstaff. »Wir sind tiefer reingegangen, in die Zahlen, in die Küche, in die Gespräche, die wirklich wehtun. In Staffel 1 haben wir noch geglaubt, wir zeigen den Leuten, wie man besser kocht. In Staffel 2 war klar: Das Kochen ist fast nie das Problem. Das Problem ist, dass die meisten nicht wissen, wofür sie stehen.«
Fünf Betriebe
Und in welchen Betrieben findet man Weissgerber diesmal? Die neue Staffel führt ihn unter anderem ins »Donau Riviera« in Klosterneuburg, den »Wiednermichl« in Krottendorf, den »Bergwirt« bei Ansfelden, den »Schwechater Hof« in Steyr und zum »Event-Heuriger Fuchs« in Wien – fünf sehr unterschiedliche Häuser, die eines gemeinsam haben: Sie stehen unter Druck.
Gäste fragen? Fehlanzeige!
Besonders hängen geblieben bei den Dreharbeiten ist Weissgerber eines: »Wie wenige Gastronom:innen ihren eigenen Gästen zuhören. Man fragt zehn Stammgäste, was sie mögen, und hat den halben Businessplan. Die meisten fragen nie.« Und auch ein grundsätzliches Problem zieht sich durch viele Betriebe: das Festhalten am Alten. »Loslassen ist die schwerste Disziplin in diesem Beruf. Härter als jede Frühschicht«, so der Spitzenkoch.
Kann man Unternehmertum lernen?
Als einer der prägendsten Köpfe der österreichischen Spitzengastronomie mit seinem Restaurant »Taubenkobel« hat Weissgerber auch eine klare Haltung zum Unternehmertum in der Branche: »Lernen kann man das meiste. Aushalten nicht. Und Gastronomie heißt vor allem aushalten – jeden Tag, jahrzehntelang, auch an den Abenden, an denen man lieber zuhause wäre. Unternehmertum ist keine Frage von Talent, sondern von Entscheidungen, die einem niemand abnimmt.«
Weissgerber bleibt auch in der neuen Staffel seinem Ansatz treu: ehrlich, direkt und ohne Schönfärberei. Trotz aller Krisen zeigt sich in der neuen Staffel auch ein wiederkehrendes Muster: Veränderung ist möglich, wenn man bereit ist, Verantwortung neu zu denken.
»Raus aus Teufelsküche« ab Dienstag, 5. Mai 2026 um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4