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Paartherapie am Herd: Folge fünf von »Raus aus Teufelsküche«

Raus aus Teufelsküche
TV-Shows
Niederösterreich

In Zeiselmauer bei Tulln kämpft Barbara um ihre »Römerstuben« – und um ihre Ehe. Kann Alain Weissgerber das Ruder noch herumreißen?

In Folge fünf von Raus aus Teufelsküche verschlägt es Alain Weissgerber ins niederösterreichische Zeiselmauer. Die »Römerstuben« ist ein Lokal mit Vergangenheit und massiven Problemen. Inhaberin Barbara (52) betreibt das Lokal seit der Trennung von ihrem alkoholkranken Ex-Mann alleine weiter – und steht inzwischen kurz vor dem Aufgeben. Abends ist seit einem Jahr geschlossen, Gäste bleiben aus, die Karte ist veraltet, das Team überfordert. Ihr Mann Walter? Sitzt tagsüber lieber als Stammgast an der Bar, statt zu helfen. Für Barbara steht fest: »Alain ist meine letzte Hoffnung.«

Ein Lokal & eine Beziehung am Limit

Barbara hat acht Mitarbeiter, kocht mit, kontrolliert, wäscht ab – und stemmt fast alles allein. Ihr aktueller Ehemann Walter, selbst gelernter Fleischer und Koch, zieht sich aus dem Tagesgeschäft weitgehend zurück. Offiziell sei er im Krankenstand, in der Realität verbringt er die meiste Zeit im Lokal als stiller Beobachter oder schlicht am Tresen. Dass das zu Spannungen führt, ist spürbar. Während Barbara sich aufreibt, fehlt ihr jede Rückendeckung.

Für Alain ist schnell klar: Hier geht es nicht nur um Küche, Karte und Konzept, sondern vor allem um Kommunikation. Während er sich durch eine unübersichtliche Speisekarte, alte Deko und mäßige Gerichte kämpft, erkennt er, dass der größte Veränderungsbedarf im zwischenmenschlichen Bereich liegt.

Auch kulinarisch gibt es einen Kaltstart: Alain bestellt Brokkolipfanne, Leber und Scholle – und bekommt eine bittere Kostprobe. Die Leber ist zäh, die Sauce eine Mehlpampe, der Brokkoli grau und totgekocht. Die Scholle? »Eine komplette Katastrophe.« In der Küche ist Köchin Gabi auf sich gestellt, während Barbara abwäscht. Walter mischt sich nur ein, um Gabi anzulallen. Alain hat genug: »Das war gar nichts.«

Emotionale Baustellen

Alain erkennt schnell: Die Herausforderungen in dem Lokal gehen weit über die Küche hinaus. Der Stillstand im Lokal spiegelt sich auch in der Beziehung zwischen Barbara und ihrem Mann wider. Während sie sich seit Jahren allein für den Betrieb aufreibt, zieht Walter sich zunehmend zurück. Die emotionale Belastung ist spürbar – bei Barbara fließen schließlich Tränen.

Um Bewegung in die festgefahrene Situation zu bringen, setzt Alain nicht nur auf neue Gerichte, sondern auch auf einen symbolischen Neustart: Er möchte Walter wieder für das Kochen begeistern und zwar mit Speisen, die an seine Zeit als Fleischer und Küchenchef anknüpfen. Die gemeinsame Einkaufstour zu einem Metzger zeigt Wirkung. Auch am Morgen spricht Barbara offen über ihren Wunsch, wieder als Team zu funktionieren und endlich signalisiert Walter, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

Paartherapie mit Kochlöffel

Um Walter wieder komplett einzubinden, soll am Eröffnungsabend mit Fleisch und Wurst gekocht werden – Produkten, die Walter selbst mit ausgesucht hat. Der Plan geht auf: Zum ersten Mal seit Langem zeigt Walter Engagement, steht wieder in der Küche, nimmt Anweisungen an und kocht sogar mit Alain gemeinsam. Die Stimmung kippt spürbar ins Positive.

Die Renovierung bringt frischen Wind in den Gastraum, das neue Menü überzeugt mit Krautsuppe mit Selchwürstel, einem Erdäpfel-Blunzn-Strudel, Mezze Maniche mit Wildschweinsugo sowie einem römischen Würsteleintopf mit sautierten Wiesenpilzen. Die »Römerstuben« ist an diesem Abend voll, das Team arbeitet Hand in Hand, die Gäste sind begeistert. Und auch Barbara blüht auf und das nicht nur, weil das Lokal funktioniert, sondern weil ihr Mann endlich wieder an ihrer Seite steht.

Alle Infos zur Serie »Raus aus Teufelsküche« gibt es in unserem Themenspecial sowie jeden Dienstag um 21.15 Uhr auf »PULS 4« und »JOYN«.


Hannah Speyer
Hannah Speyer
Chefin vom Dienst Digital
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