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© Kirchgasser Photography

Thomas Bühner nach gescheitertem Westfield-Projekt: »Ich bin offen für neue Pläne«

Hamburg
Restaurant
Koch

Aus für das All-Day-Dining Konzept von Thomas Bühner. Das geplante Restaurant im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nun doch nicht eröffnen. Falstaff hat mit dem westfälischen Spitzenkoch gesprochen, über den zerplatzen Traum und seinen optimistischen Blick in die Zukunft.

Über ein Jahr wartete Hamburg auf das neue Restaurant von Thomas Bühner. Der ehemalige 3-Sterne-Koch des »La Vie« in Osnabrück hatte nach der Eröffnung des »La Vie« in Düsseldorf einen neuen Lieblingsplatz an der Waterkant von Hamburg anvisiert. Daraus wird nun nichts. Das moderne All-Day-Dining-Konzept des 64-Jährigen, das Menschen jeden Tag willkommen heißt und nicht nur zu besonderen Anlässen, wird nicht umgesetzt. Es sollte ein Restaurant mit 140 Plätzen und zwei Außenterrassen auf 600 Quadratmetern Premiumfläche im Gebäude »Lee« der Zwillingstürme »Luv und Lee« werden.

Der Grund ist: »Ein wesentlicher Investor ist kurzfristig abgesprungen«, so Thomas Bühner. Damit platzte der Traum von der Hamburg-Dependance. »Vier, fast fünf Jahre haben wir an der Restaurantidee gearbeitet und geplant«, sagt der ambitionierte Spitzenkoch. »Der Standort im Westfield Hamburg-Überseequartier, direkt an der Waterfront, hatte perfekt zu dem gepasst, was ich dort vorhatte.« In dem neuen Stadtviertel mit seiner Shoppingmall und dem großen Entertainmentangebot direkt an der Elbe mit Blick auf die anlandenden Kreuzfahrtschiffe hatte er viel Potential gesehen. »Das Restaurant dort wäre eine ideale Ergänzung zum La Vie in Düsseldorf und La Vie by Thomas Bühner in Taipeh gewesen«. Beide Genusstempel sind mit jeweils einem Stern ausgezeichnet. Das in Taipeh wurde kürzlich zu einem der 20 besten Restaurants in Taiwan gekürt.

 Wo eine Tür zugeht, geht bekanntlich eine andere auf!

Kurzfristig einen anderen Investor zu finden war Thomas Bühner nicht gelungen. Er sei zwar enttäuscht, dass er sein Konzept in Hamburg nach der langen Vorbereitungsphase doch nicht realisieren kann, bleibt aber trotzdem optimistisch: »Ich habe in dem Hamburg Projekt viel Potential gesehen. Aber wo eine Tür zugeht, geht bekanntlich eine andere auf! Mich haben schon viele Menschen mit neuen Ideen angerufen.« Und fügt hinzu: »Ich bin offen für neue Pläne.«

Und auch »Unibail-Rodamco-Westfield«, Besitzer, Betreiber und Entwickler des neuen Einkaufsviertel, schaut positiv in die Zukunft. Eine Sprecherin: »Die Fläche bietet beste Voraussetzungen sowie eine hohe Attraktivität. Wie befinden uns bereits in konstruktiven Gesprächen mit potentiellen Nachfolgenutzern«

Das Westfield Hamburg-Überseequartier war vor einem Jahr eröffnet worden. Neben Shops und Entertainmentangeboten gibt es hier rund 40 Gastronomiebetriebe. Erst kürzlich hatte in dem Gebäudekomplex »Lee« das Restaurant »Elemente« mit seiner lateinamerikanischen Küche eröffnet.


Brigitte Jurczyk
Autor
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