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© Shutterstock (Symbolbild)

World alcohol-free day: Achtsames Trinken im Fokus

alkoholfrei
Gesundheit

Der World alcohol-free Day erinnert an die negativen Auswirkungen von Alkohol. Dem modernen, kosmopolitischen Publikum geht es aber gar nicht mehr darum, im Exzess zu leben. Vielmehr sucht es nach einer feinen Balance. Es gilt also, die Mitte zwischen den Extremen zu finden, zwischen Überkonsum und Abstinenz – ob beim Reisen, beim Essen oder eben beim Trinken von alkoholischen Getränken.

Alle wissen: Alkohol ist gesundheitsschädigend, schlafstörend und lässt einen schneller altern. Die WHO sagt sogar: «Das Einzige, was wir mit Sicherheit sagen können, ist: je mehr man trinkt, desto schädlicher die Wirkung – oder anders ausgedrückt: je weniger man trinkt, desto sicherer ist man.» So kamen in den letzten Jahren immer mehr alkoholfreie Varianten wie Mocktails oder Säfte auf die Speisekarten von Restaurants und Bars, alkoholfreies Bier und alkoholfreier Schaumwein in die Regale der Läden. In Berlin eröffnete 2019 sogar der erste alkoholfreie Späti – er heisst «nüchtern». Ein Trend, der zuerst belächelt wurde. 

Doch der Schweizer Bund lancierte bereits vor bald zehn Jahren eine Alkoholpräventionskampagne. «Sie will jede Person dazu anregen, ihren Alkoholkonsum zu hinterfragen», sagte das BAG damals. Und genau darum geht es beim achtsamen Trinken. Um gesund zu sein und zu bleiben, kann man – anstatt komplett auf Alkohol zu verzichten – auch achtsamer, bewusster, weniger und qualitativ Wertvolleres trinken. Sip and Savor. Die Vorteile des bewussten Verzichts auf übermässigen Alkoholkonsum sind immens: strahlender Teint, mehr Energie, erhöhte mentale Klarheit. Wer achtsam trinkt, signalisiert Kontrolle und Selbstbewusstsein. Wer achtsam trinkt, geniesst bewusst. 

So geht achtsames Trinken

  • Trigger erkennen

Ist es bereits eine Gewohnheit, nach der Arbeit ein Glas Wein zu trinken oder ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen? Das kann ein Signal dafür sein, dass man den Alkohol, der einem hilft, abzuschalten, durch eine andere Tätigkeit nach der Arbeit ersetzen sollte. Wie wäre es mit einem Spaziergang, Aufräumarbeiten oder einer Rezeptsuche für das Abendessen?

  • Sich fragen, wieso man trinkt

Bevor man zu einem alkoholischen Getränk greift oder eines bestellt, sollte man sich fragen, welchen Zweck dies hat. Warum trinke ich jetzt? Weil ich köstlichen Wein mit Freund:innen geniessen möchte oder gerne neue Cocktails probiere? Oder weil ich in Gesellschaft unbeholfen bin oder Stress abbauen muss?

  • Ziel setzen

Wenn man Ziele hat, sollte man sie aufschreiben. Vielleicht möchte man an weniger Tagen in der Woche trinken oder wenn, dann maximal drei Getränke oder Gläser. Alkoholfreie Tage können dabei helfen, die Regelmässigkeit und den Kreislauf von gedankenlosem Alkoholkonsum zu durchbrechen.

  • Fortschritt prüfen

Die Wissenschaft zeigt, dass sich Gewohnheiten verbessern, wenn sie nachverfolgt werden. Wer aufschreibt, was und wie viel er oder sie trinkt, gewinnt ein Bewusstsein für die eigenen Trinkgewohnheiten. Das funktioniert bestens mit einer Handy-App oder einem Tagebuch. 

  • Aktivitäten ohne Alkohol suchen

Es gibt viele Aktivitäten, bei denen man Stress abbauen kann, ohne dass Alkohol im Spiel ist: Ein leckeres Essen geniessen, ein Bad nehmen, einen Podcast hören, mit Freund:innen ins Kino gehen oder die Lieblings-TV-Show ansehen.

  • Alkoholfreie Alternativen suchen

Es gibt viele alkoholfreie Alternativen oder Getränke mit einem niedrigeren Alkoholgehalt. Mocktails und alkoholfreies Bier oder Wein sind eine gute Wahl. 

 

Achtsames Trinken ist eine Lebenseinstellung, die Raum für Besinnung, Genuss und Wohlbefinden lässt. Der World alcohol-free Day lädt ein, über unser Verhältnis zu Alkohol nachzudenken – nicht, um ihn vollständig wegzulassen, sondern um uns bewusst zu machen, wie wir ihn in unser Leben integrieren wollen.

Cheers!


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Linda Carstensen
Linda Carstensen
Portalmanagerin Schweiz und Autorin
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