Auf einer Reise durch Saint-Émilion
Gemeinsam mit dem DS N°8 ÉTOILE von »DS Automobiles« durften wir Ludovic von Neippberg auf einer Weinreise durch Saint-Émilion begleiten. Zwischen historischen Châteaux, traditionsreichen Weinbergen und mittelalterlichen Gassen zeigt er uns Orte, die seine Familie, seine Arbeit und die Region bis heute prägen.
In Saint-Émilion trifft Geschichte aus dem 8. Jahrhundert auf Weinberge und Steinbrüche. Mittendrin: Ludovic von Neippberg, der uns durch seine zweite Heimat führt.
- »Château Canon La Gafeliere«
- »Château La Mondotte«
- Saint-Émilion
- »Pâtisserie Fermigier«
- »L’Envers du Décor«
- »Château d’Aiguilhe«
»Château Canon La Gafeliere«
Unsere Reise beginnt im »Château Canon La Gafeliere«. Es ist das Familienzentrum und der Ort, an dem Ludovic und seine Geschwister die meiste Zeit ihrer Kindheit verbrachten. Heute wird das Weingut in dritter Generation geführt, mit viel Erfahrung, Leidenschaft und einem klaren Anspruch an Qualität.
Im Gegensatz zu seinem Großvater wusste Ludovics Vater Stephan von Neippberg anfangs nicht viel über die Arbeit in den Weinbergen und Kellern. Erst als er gemeinsam mit Freunden mehrere Weine probierte, erkannte er, welche Qualitätsunterschiede vor allem Jahrgänge vor 1964 aufweisen konnten. Das weckte in ihm die Motivation, selbst Weine zu kreieren und genau diese Qualität anzustreben.
Auch Ludovic kam schon früh mit dem Weingut in Berührung. Als Kind half er im Winter mit, um sich ein wenig Taschengeld zu verdienen. Erst später wurde ihm bewusst, wie viel Schönheit, Präzision und Hingabe in diesem Beruf stecken. Heute ist er als Produktionsbeauftragter für die Weinberge, die Keller und die Qualität der Weine verantwortlich und führt die Arbeit seiner Familie mit großer Leidenschaft weiter.
Unterwegs mit dem N°8 von »DS Automobiles«
Ein treuer Wegbegleiter auf dieser Weinreisein Saint-Émilion war der rein elektrische N°8 von »DS Automobiles«. Mit seiner eleganten Linienführung, seinem leisen Antrieb und hohem Komfort wird der N°8 zum idealen Begleiter für unsere Route durch die Weinberge und historischen Orte rund um Saint-Émilion. Er verkörpert Komfort, Design und Fortschritt – und fügt sich damit harmonisch in eine Region ein, die ebenso authentisch wie inspirierend ist.
»Château La Mondotte«
Weiter geht es zum »Château La Mondotte«, einem weiteren Weingut der Familie. Was einst als kleines Haus begann, ist heute ein renommiertes Château, dessen Weine internationale Aufmerksamkeit genießen. Eine besondere Anekdote: Eine Flasche »La Mondotte« soll sogar in einer Folge der Serie »Die Simpsons« zu sehen sein – unauffällig platziert im Hintergrund einer Bar.
Das Weingut ist um eine Höhle gebaut und weist besonders alte Weinstöcke auf, was an deren langen Armen zu erkennen ist. Sie sind durchschnittlich 60 Jahre alt, reichen aber bis in die 1930er-Jahre zurück. Die Weine sind besonders exklusiv, da nur ungefähr 15.000 Flaschen pro Jahr produziert werden. Durch den Kalkstein im Boden haben sie viel Kraft, Konzentration und Farbe.
Saint-Émilion
Von den Weinbergen führt uns die Route weiter in das Herz von Saint-Émilion. Die mittelalterliche Stadt erlebte ihr goldenes Zeitalter im 12. und 13. Jahrhundert, doch noch heute sind viele Spuren dieser Epoche erhalten. Enge Gassen, alte Mauern und helle Steinfassaden erzählen von einer langen Geschichte, die eng mit Religion, Handel und Wein verbunden ist. Im 8. Jahrhundert kam der Mönch Émilion aus der Bretagne in die Region und suchte während eines Sturms Zuflucht in den sogenannten Steinhöhlen, den »Basses des Combes«. Eigentlich wollte er nur warten, bis der Sturm vorbeizog, blieb jedoch länger, weil ihm die Umgebung so gefiel. Als er damit begann, Gottesdienste abzuhalten, folgten ihm immer mehr Menschen, und so entstand die Stadt Saint-Émilion.
Besonders eindrucksvoll ist bis heute der Kreuzgang der Kollegiatkirche, der einst von Mönchen als Kloster genutzt wurde. Heute zählt er zu jenen Orten, die Besucher:innen aus aller Welt in die Stadt ziehen.
»Pâtisserie Fermigier«
Auch kulinarisch hat Saint-Émilion seine eigenen Traditionen zu bieten. Als älteste Macaron-Bäckerei der Stadt gilt die »Pâtisserie Fermigier«. Dort wird bis heute ein Rezept aus dem Jahr 1620 verwendet, das traditionell aus süßen und bitteren Mandeln, Zucker und Weißwein besteht.
Eine Gemeinschaft von Nonnen brachte das Rezept einst nach Saint-Émilion. Seitdem wurde es von Generation zu Generation weitergegeben und ist heute ein süßes Stück Stadtgeschichte.
»L’Envers du Décor«
Ludovic führt uns zum nächsten Stopp: »L’Envers du Décor«, das 1987 gegründet wurde. Es ist weniger ein klassisches Restaurant, sondern vielmehr eine Brasserie oder ein Bistro, das zugleich bekannt für seine ausgezeichnete Küche ist. Auf den Tellern findet sich Marktküche mit saisonalen Gerichten und lokalen Produkten. Außerdem führt die Weinkarte Weine lokaler Winzer:innen, darunter auch Weine der Familie von Neippberg. Ludovic mag besonders das einfache und rustikale Ambiente des Lokals und vergleicht seinen Beruf oft mit dem des Besitzers.
Wein zu machen ist ein bisschen wie Kochen – danach gibt es viel abzuwaschen.
»Château d’Aiguilhe«
Zuletzt führt uns Ludovic zum »Château d’Aiguilhe«, das sein Vater Stephan 1998 kaufte. Da die Grundstückspreise in Saint-Émilion bereits sehr hoch waren, suchte die Familie nach einer Alternative mit ebenso viel Potenzial. In Castillon fand sie schließlich eine Lage, die ideale Voraussetzungen für hochwertigen Weinbau bot. Heute entstehen hier Weine, die qualitativ nahe an jene der beiden anderen Weingüter heranreichen, dabei jedoch deutlich zugänglicher im Preis sind. Gerade diese Kombination aus Qualität und Zugänglichkeit macht »Château d’Aiguilhe« heute zu einem wichtigen Namen innerhalb der Familie.
Abschließend zeigt uns Ludovic noch sein geheimes Rezept für Entenbrust mit Spargel auf Reisig. Das Reisig entsteht beim Rückschnitt der Reben in den Wintermonaten. Es kann nicht nur als natürlicher Dünger für die Weinberge verwendet werden, sondern eignet sich auch hervorragend zum Grillen. Die wichtigsten Zutaten sind Weißwein und Saucisson, eine französische Wurst – denn diese werden während des Kochens genossen.
Die Entenbrust wird zunächst leicht eingeschnitten, überschüssiges Fett an den Seiten entfernt und anschließend von beiden Seiten angebraten. Auch der Spargel kommt auf den Grill. Das ausgelassene Fett der Entenbrust wird darübergegeben und sorgt dafür, dass das Gemüse besonders aromatisch und knusprig wird.
So endet die Reise durch Saint-Émilion dort, wo Wein, Handwerk und Genuss auf besonders einfache Weise zusammenfinden – mitten in der Landschaft, die Ludovic von Neippberg seine zweite Heimat nennt.