Bruno Yvon im Rosé-Talk: »Der Anspruch wird burgundischer, je höher man im Sortiment geht«
Bruno Yvon, General Manager vom Château d'Esclans, sprach mit Falstaff über Gründer Sacha Lichine und seine Philosophie, Holzeinsatz, das Vorbild Burgund und Rosé-Pairings.
Falstaff: Sacha Lichine, der Château d'Esclans in seiner heutigen Form als Betrieb gegründet hat, kam aus Bordeaux in die Provence. Hinterließ das eine Bordeaux-DNA auf dem Weingut und in den Weinen?
Bruno Yvon: Ganz bestimmt, Sacha Lichine kam ja auch zusammen mit einem Winemaker aus Bordeaux, Parick Léon. Unsere Weinberge sind so dicht bepflanzt, wie es in Bordeaux üblich ist, mit 6.000 Stöcken pro Hektar. Der Einsatz von Holz bei der gleichzeitigen Verhinderung von Oxidation, diese kleinen Details sind seine Philosophie, und das ist der Geist Bordeaux’.
Der Holzeinsatz verleiht Ihren Weinen eine Struktur, die sich teils stark von dem anderer Provence-Rosés unterscheidet…
Das ist gerade der Reiz, dass jeder unserer Weine eine starke Persönlichkeit besitzt. Unsere Rosés unterscheiden sich von den Weinen der Nachbarn, aber auch untereinander. Und hier ist das Vorbild eher Burgund, nicht Bordeaux: Der Anspruch wird burgundischer, je höher man im Sortiment geht.
Sie meinen in puncto Individualität?
Und auch in Sachen gastronomischer Eignung. Schon Whispering Angel ist nicht nur ein schöner Aperitif, sondern auch kulinarisch sehr vielseitig einsetzbar. Und in der Begleitung von Weinen mit dem Mouthfeel von »Les Clans« oder »Garrus« kann man sogar recht komplexe Pairings wagen.