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© Shutterstock (Symbolbild)

Die Sieger der Traminer Trophy Schweiz 2024

Tasting

Falstaff hat sich auf die Suche nach den besten Schweizer Gewächsen aus der Traminer-Familie gemacht. Welche Weine und Winzer:innen uns am meisten überzeugten, lesen Sie hier.

Seit den 1990ern hat sich die Traminer-Fläche in der Schweiz nahezu verzehnfacht und liegt heute bei rund 230 Hektar. Dazu kommen noch 45 Hektar Gewürztraminer, der in der Ostschweiz hier und dort als Spezialität im Rebberg steht. Etwa 95 Prozent der Traminer-Fläche befindet sich im Wallis, wo die Sorte Heida oder Païen genannt wird und kräftige, strukturierte Weissweine hervorbringt.

Besonders bekannt sind die Gewächse aus dem Oberwalliser Dorf Visperterminen, wo die Heida-Stöcke auf einer Höhe zwischen 650 und 1'150 Metern gedeihen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Name Heida übrigens im Jahr 1586 in Visp. Im Oberwalliser Dialekt bedeutet er so viel wie «sehr alt», was sich auf die Zeit vor der Evangelisierung, die Zeit der Heiden, bezieht. Païen ist die wörtliche Übersetzung hierfür aus dem französisch sprechenden Unterwallis.

Etwas weiter nördlich, im Kanton Neuenburg, soll Savagnin, lange bevor Chasselas die tonangebende weisse Sorte der Region wurde, eine bedeutende Rolle gespielt haben. Die Savagnin-Gewächse, die auf den kalkhaltigen Böden der Region entstehen, sind stilistisch näher am französischen Jura angesiedelt.

Wie vielfältig sich die Traminer-Familie in der Schweiz präsentiert, zeigte die Falstaff Traminer Trophy Schweiz 2024, bei der am Ende der Païen Réserve Vieilles Vignes 2022 von Histoire d’Enfer auf dem ersten Platz landete. Ein Wein, der durch seine Eleganz und Geradlinigkeit punktete. Platz zwei teilen sich mit dem Païen d'Ardon von La Madeleine 2023 und dem L'Aida von Le Vin de l’A zwei stilistisch sehr unterschiedliche Weine, die beide mit 94 Punkten gekürt wurden.

Während der Païen von La Madeleine mit eleganter Frucht und gut eingebetteter Säure punktete, war es beim L'Aida von Le Vin de l’A vor allem die karge, würzige Art, welche unsere Verkoster überzeugte. Auch der dritte Platz der Trophy wird geteilt: Jeweils 93 Punkte erreichten der Gewürztraminer 2023 vom Weingut Pircher und der Côtes de Courseboux Savagnin blanc 2022 von der Domaine Potterat. Zwei weitere, tolle Exemplare dafür, wie vielfältig die Traminer-Familie ist.

1. Platz

Karge Zitrusfrucht in der Nase. Zudem Noten von gelbem Steinobst, ein Hauch weisse Blüten und kräutrige Nuancen. Am Gaumen zwischen Fülle und Eleganz pendelnd, mit...
Sierre, Schweiz

2. Platz

Elegantes Bouquet mit Noten von Agrumen, Nektarine und exotischen Früchten. Anklänge von Honig und würzige Nuancen. Am Gaumen schöne Fülle, saftige gut eingebettete Säure,...
Kanton Wallis, Schweiz
Schöne, klare Fruchtaromatik in der Nase mit Noten von Pfirsich, Apfel und Zitrus. Dazu florale und rauchig-würzige Anklänge. Am Gaumen angenehm karg, mit geraldiniger Säure,...
Kanton Wallis, Schweiz

3. Platz

Angenehme Zurückhaltung in der Nase. Noten von gelbem Apfel, Litschi und Grapefruit. Zudem kräutrig-würzige Anklänge und etwas Melone. Am Gaumen trocken, knackiger Säure,...
Eglisau, Schweiz
Duftet nach Nektarine, Yuzu, Kumquat und Apfel. Etwas Frangipani und Noten von Papaya. Am Gaumen vollmundig und glasklar, mit sanfter Säure, karger Zitrusaromatik und langem...
Lavaux, Schweiz

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Dominik Vombach
Dominik Vombach
Chefredaktion Schweiz
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