Ernährung »on-the-go«: Deutsche essen immer häufiger unterwegs
Über ein Drittel der Deutschen nimmt sich nicht mehr die Zeit, das Essen zu genießen und nimmt es mindestens ein Mal pro Woche »on-the-go« zu sich. Bei jungen Erwachsenen ist der Trend noch stärker verbreitet.
Die Essenaufnahme während der Arbeit oder unterwegs wird in Deutschland immer beliebter. In einer Studie von »YouGov« im Auftrag von »yfood« gab über ein Drittel der Deutschen an, sich mindestens ein- bis zweimal pro Woche nicht die Zeit für eine Mahlzeit am Esstisch zu nehmen. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist der wahre Genuss einer gut zubereiteten Mahlzeit noch weniger verbreitet: 62 Prozent von ihnen nehmen Nahrung mindestens ein Mal pro Woche »on-the-go« zu sich. Obwohl offenbar viele Menschen das Bedürfnis haben, sich unterwegs mit Lebensmitteln zu versorgen, ist laut der Studie fast jeder Dritte mit dem To-Go-Angebot von Mahlzeiten unzufrieden.
Dagmar von Cramm, Foodjournalistin und Ernährungsexpertin, sieht die Entwicklung als Ergebnis unserer schnelllebigen Zeit: »Die Dynamik und Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft führt immer öfter dazu, dass Multitasking zum Standard wird – auch bei Themen, für die man sich eigentlich bewusst Zeit nehmen sollte, wie zum Beispiel Essen. Nicht nur weil uns Essen Energie gibt und die Grundlage für unsere Gesundheit ist. Vor allem auch, weil Essen sozial und kulturell wichtig ist und eine gesellschaftliche Rolle spielt.«
Mit dem Wandel der Esskultur geht für die Expertin ein großes Problem einher: »Aber gerade, wenn man Stress hat und unter Zeitdruck steht, ist die Zeit für eine ausgewogene Ernährung nicht immer da. Das Problem ist dann, dass viele Menschen in ungesunde Essensmuster verfallen und entweder gar nichts essen oder zu ungesunden Snacks bzw. Junk Food greifen.«
Für die Studie hat »YouGov« 2.056 Personen ab 18 Jahren in einer repräsentativen Stichprobe befragt und die Ergebnisse gewichtet.
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