»Food Crimes«-Podcast: »Wir können nicht jede Woche über Mord reden«
Vergiftete Buffets, verschwundene KitKats und Weinfälscher: Im Podcast »Food Crimes – Was schmeckt dahinter?« erzählen Lilly Temme und Florian Reza wöchentlich von echten Kriminalfällen rund ums Thema Essen.
Was passiert, wenn plötzlich Marihuana im Hochzeitsmenü landet? Oder wie zwei niederländische Moderatoren sich gegenseitig zum Essen anbieten? In ihrem True-Crime-Podcast »Food Crimes – Was schmeckt dahinter?« decken Lilly Temme und Florian Reza die skurrilsten und tragischsten Kriminalfälle rund ums Thema Essen auf.
Die beiden Journalist:innen arbeiten hauptberuflich für das ZDF-Format »besseresser« – und schlagen mit ihrem Podcast seit Herbst letzten Jahres noch einen anderen Weg ein. Mit Originalquellen, O-Tönen und manchmal auch prominenten Gästen tauchen sie ein in die Tiefen der Krümelspuren, folgen falschem Fleisch ins älteste Steakhouse der USA oder decken auf, wie ein junger Mann gefälschten Wein für Millionen verkauft hat. Ihr Podcast erscheint jeden Dienstag, bald auch als Videoformat.
Lilly Temme und Florian Reza im Talk
Falstaff: Ihr Podcast ist kein klassisches True-Crime-Format. Was ist Ihr Zugang zu Kriminalgeschichten rund ums Essen?
Florian Reza: Wir haben gemerkt, dass es unglaublich viele spannende Fälle gibt, in denen Essen oder Lebensmittel eine zentrale Rolle spielen. Im Podcast können wir aber auch trotzdem nicht jede Woche über Mord sprechen. Uns interessieren auch Hochstapler, Fälschungen und absurde Geschichten.
Wie wählen Sie Ihre Gäste aus?
Lilly Temme: Im besten Fall passen sie thematisch super. Zum Beispiel hatten wir mal einen Sommelier bei einem Fall über Weinfälschung. Manchmal laden wir aber auch einfach Leute ein, die wir witzig oder spannend finden.
Wie viel Zeit steckt in einer Folge?
Florian Reza: Mit allem – Recherche, Skript, Aufnahme, Schnitt, Social Media – würde ich sagen: mindestens eine Woche pro Folge.
Haben Sie einen Lieblingsfall oder so etwas wie den »Holy Grail« unter den Food Crimes?
Lilly Temme: Bei jedem neuen Fall denke ich erstmal: »Das ist jetzt der beste«. Dann kommt der nächste...